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Merkmale: Der Sperlingskauz ist die
kleinste einheimische Eule. Das Männchen ist mit etwa 16 cm kaum größer
als ein Sperling, das Weibchen ist rund 2 cm größer. Die Eule
wiegt etwa 65 Gramm (Weibchen wiegen durchschnittlich 10 Gramm mehr) und
hat eine Flügelspannweite von 36 – 39 cm. Unsere kleinste einheimische
Eule ist oberseits dunkelbraun mit vielen weißen Tupfen, unterseits
rahmweiß mit schmalen dunklen Flecken, die beim sitzenden Vogel
Längsstreifen bilden. Der kurze Schwanz trägt 5 helle
Querbinden. Typisch für das Käuzchen sind die gelben Augen, die
unter weißen Augenbrauen liegen. Sperlingskäuze sie sind sehr
lebhaft, wenig scheu und sitzen gern
auf Wipfeltrieben von Fichten.
Vorkommen: Die kleinen Käuze kommen in Mitteleuropa in
höheren Mittelgebirgen Alpenwälder Nadelwälder oder Mischwälder
mit hohem Nadelholzanteil, mit einzelnen Freiflächen vor. Seine Höhenverbreitung erstreckt sich von ca. 1000
m bis 2100 m. Der knapp
Spatzengrosse Sperlingskauz ist im Gegensatz zu seinen Verwandten
vorwiegend tagaktiv und kann sogar ausgesprochen dämmerungsaktiv sein.
Sperlingskäuze üben ihre Jagd auf Lichtungen, in kleinen Hochmooren und
über Waldwiesen aus. Neben Mäusen erbeuten Sperlingskäuze auch Finken
und Meisen. Normalerweise besteht die Nahrung des Sperlingskauzes zu
zwei Dritteln aus Mäusen, bei hohem Schnee werden aber fast nur
Kleinvögel erbeutet. Beim Beutefang schiesst er im Blitzstart von seiner
Warte und kann einen kleinen Singvogel regelrecht von den Ästen greifen.
Im Winter legt er in Spechthöhlen vorsorglich einen Notvorrat für
Tage an, an denen Nebel oder Schneegestöber die Jagd unmöglich machen.
Manchmal stapelt er bis zu 30 Kleinvögel in seinen Vorratskammern
übereinander!
Wer so klein ist, trägt ein großes Risiko selbst erbeutet zu
werden. Neben Baummardern, die besonders den Jungen in der Höhle
gefährlich werden, ergreifen auch größere Greifvögel und Habicht und
Waldkauz die Sperlingskäuze. Doch nicht nur ihre Feinde machen den Sperlingskäuzen zu
schaffen, viel gefährlicher sind Veränderung und Zerstörung ihrer Lebensräume.
Fortpflanzung:
Zur Brut benötigt der Sperlingskauz Spechthöhlen, in denen das Weibchen
3-7 Eier auf den Höhlenboden legt. Legebeginn ist Anfang April bis
Anfang Mai. Der Sperlingskauz legt alle zwei Tage ein Ei, bis das Gelege
komplett ist. |
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