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Der Kuckuck
Cuculus canorus
| Sage mir,
Vogel im grünen Wald...,
Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald..,
Der Kuckuck ist wieder da...., Auf einem Baum ein Kuckuck saß...,
Kuckuck, Kuckuck, ruft`s aus ..., Der Kuckuck und der Esel..,
oder
ob der Kuckuck mit seinem Ruf die Geldbörsen
füllt....
Der Kuckuck ist ein bekannter und sehr "volkstümlicher
Vogel". Es gibt wohl kaum mehr Lieder, Weißheiten, Sagen und Sprüche
über einen anderen Vogel wie vom Kuckuck.
Merkmale: Kinder und Erwachsene
freuen sich, sobald im Frühjahr, die ersten Gräser sprießen,
wieder den Kuckuck ruft (balzen). |
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Kaum ein anderer Vogelruf ist so bekannt und eindeutig zuzuordnen, wie
der des schmalen,
falkenähnlicheren Vogels den Kuckuck. Er hat ein
schiefergraues Gefieder, Oberseite
einheitlich grau, Unterseite hell, schmal gebändert Schwanz
relativ lang, gefächert und gestuft mit hellen Flecken. Die Flügel sind
kurz und spitz, werden beim Flug kaum über die Waagerechte gehoben,
Augen und Schnabel sind gelb, der Schnabel ist leicht nach unten
gebogen. Der Kuckuck wird ca. 33 cm lang |
Verbreitung:
Dennoch ist der Kuckuck bei uns nicht ernsthaft
gefährdet. Allerdings wird der Vogel mit der
weitklingenden Stimme
(klick)
auf
der Vorwarnstufe der Roten Liste geführt. Und das liegt nicht an der
Fortpflanzungsstrategie, sondern daran, daß sich die Landschaft massiv
verändert. Der Kuckuck mag es nämlich abwechslungsreich.
Lebensraum:
Der Kuckuck liebt Gebiete mit vielen Bäumen,
Laub- und Nadelwälder, große Gärten und Parks. Der
Kuckuck bewohnt ganz Europa von den Niederungen bis über die obere
Waldgrenze. Er benötigt vor allem vielfältige Landschaften mit
naturnahen Lebensräumen und unzähligen Kleinstrukturen. offene , durch
Feldgehölze unterstrukturierte Landschaften, Mischwälder, Gärten, Parks,
Moor- und Heidelandschaften häufig aufrecht ausschauend auf exponierten
Plätzen im Gehölz oder Hochgebirge sind sein bevorzugtes Revier.
Fortpflanzung: In der
zweiten Aprilhälfte kommt der Kuckuck bei uns an. Mit seinem monotonen "kuck-uck"
macht er sich bemerkbar und zu dieser Zeit wirbt das Männchen um
das Weibchen. Der bekannte Ruf
ist damit eigentlich der Balzgesang. Der Ruf des Weibchens ist ein
schneller Triller.
In Mitteleuropa ist unser Kuckuck die einzige Vogelart, die ihre Eier
nicht selber ausbrütet, sondern sie ins Nest anderer Arten legt. Wegen
dieses Verhaltens nennt man den Kuckuck einen Nestschmarotzer. Das
Kuckuckweibchen legt etwa 20 Eier, alle jedoch in Nester verschiedener
Vogelarten.
Das Kuckuck-Weibchen parasitiert
hauptsächlich Nester von Grasmücken, Rotschwänzchen, Rotkehlchen,
Teichrohrsängern, Grasmücken, Bachstelzen und legt dort zwei Eier direkt ins Nest seines Wirtsvogels.
Damit die Nestbesitzer den Schwindel nicht merken, frisst das
Kuckucksweibchen eines ihrer
Eier. Die Kuckuck-Eier sind meist in Farbe und Sprenkelung an die der
schon vorhandenen Eier angepasst. Die Eier sind verhältnismäßig klein,
nur etwa so groß wie Spatzeneier. Allerdings nicht alle lassen sich so
leicht austricksen wie es bei Bachstelze, Teichrohrsänger,
Dorngrasmücke, Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Hausrotschwanz gelingt.
Der Haussperling hingegen verweigert den Kuckucksküken das Futter.
Früh schlüpft, wer gross werden will. Bereits nach 12 Tagen
Bebrütungszeit schlüpft der junge Kuckuck. Das ist meist früher als die
Jungen seiner Pflegeeltern Die jungen
Kuckucke werfen unerbittlich
die anderen Jungvögel aus dem Nest und
lassen sich von
sich 3 Wochen lang
großziehen bzw.
füttern.
Dennoch,
der "Muttertrieb" ist so stark, daß die Alttiere das fremde Küken weiter
versorgen, und so kommt es im Lauf der Zeit zu den immer wieder
faszinierenden Bildern, auf denen eine zierliche kleine Bachstelze "ihr"
Kuckucks-Riesenbaby aufopferungsvoll füttert.
Warum der Kuckuck so eine seltsame Fortpflanzungsstrategie hat,
ist bislang unerforscht. Tatsache ist aber, daß er damit durchaus
erfolgreich ist.
Zweimal drei Wochen bis zur Selbständigkeit.
Nach 21 - 23 Tagen verlässt der vollgefütterte, junge Kuckuck das Nest.
Weitere drei Wochen füttern ihn dann seine Stiefeltern ausserhalb des
Nestes.
Bereits im Juli/August verlassen die alten und jungen Kuckucke wieder unser
Land. Sie ziehen einzeln und sind zu dieser Jahreszeit recht heimlich.
Die Mauser findet hauptsächlich im Winterquartier statt.
Nahrung: Nicht nur bei seinem Brutverhalten, auch bei der Nahrungssuche hat sich
beim Kuckuck eine Lebensweise mit wenig Konkurrenz entwickelt. Er frisst hautpsächlich Raupen, die er vom Boden, von Krautpflanzen und von
Büschen abliest. Dabei nimmt er besonders häufig behaarte Raupen, die
von anderen Vögeln verschmäht werden. So muss er zwar nicht mit anderen
Arten teilen, ist aufgrund dieser Spezialisierung aber auch gefährdet:
In unserer ausgeräumten Landschaft ohne Kleinstrukturen und entsprechend
mit einem geringeren Angebot behaarter Raupen findet der Kuckuck nicht
genügend Nahrung.r vertilgt Raupen,
Spinnen, Tausendfüßler und Regenwürmer.
Insekten, kleine Eidechsen, Früchte, im Gegensatz zu allen anderen
Vögeln: behaarte Raupen, lebt überwiegend solitär
SAGEN ÜBER DEN KUCKUCK
Der Kuckuck ist ein verwunschener Müller, der
den armen Leuten das Mehl und Brot vorbehielt und darum jetzt als Vogel
ein mehlbestäubtes Gefieder tragen muß.
In der Ötschergegend hört man folgende Sage: Christus kam auf seinen
Wanderungen an einer Mühle, nach anderen an einem Bäckerladen vorüber
und sandte seine Jünger hinein, um Brot zu erbitten. Aber der Müller
oder Bäcker wies die Bittenden ab. Seine Frau hingegen und ihre sechs
Töchter trugen dem Herrn heimlich Brot zu. Daher sind sie als
Siebengestirn (Plejaden) an den Himmel versetzt, der hartherzige Müller
oder Bäcker aber zum Kuckuck verwandelt worden. Daher kommt es, daß, so
lang der Kuckuck ruft, von Tibartii (14. April) bis Johann! (24. Juni),
das Siebengestirn am Himmel nicht gesehen wird. Der Kuckuck muß schreien
am 14. April, schreit er, wo er will.
Wenn man den Kuckuck das erste Mal
schreien hört, soll man Geld im Sacke haben und damit scheppern, dann
wird es das ganze Jahr nicht zu wenig.
Wenn man den Kuckuck das erste Mal hört, soll man aufpassen, wie oft er
schreit, denn so viele Jahre lebt man noch.
Sobald das erste Mandel (Garbenfigur) auf dem Felde steht, hört der
Kuckuck zu schreien auf und fangen die Geier zu schreien an. Deswegen
meinen die Leute, der Kuckuck werde im Herbste ein Geier.
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