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FASAN
(JAGDFASAN) |
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Fasanen
sind in Mitteleuropa eigentlich keine heimischen Vögel. Sie
stammen aus Asien und wurden schon vor vielen Jahrhunderten als
Jagdwild ausgesetzt. Auch heute noch werden die meisten Fasanen
künstlich erbrütet und dann für die Jagd freigelassen. Fasanen fühlen sich dort wohl, wo Felder und
Feldgehölze sich mit kleinen Wäldern abwechseln und wo noch ein
wenig Wasser in der Nähe ist. Gegen Winterkälte sind Fasanen sehr
empfindlich. In Gegenden mit viel Schnee und Frost können sie
deshalb kaum überleben. In schneearmen, wintermilden Gegenden wie
zum Beispiel dem Münsterland dagegen halten sich die bunten Vögel
in der freien Natur auch ohne ein Dazutun des Menschen.
Um ihre Küken aufziehen zu können, benötigen Fasanen viele
verschiedene Insektenarten als Futter. Diese finden sie vor allem
an Feldrändern, an denen noch Gras und Kräuter wachsen dürfen.
Spritzen Landwirte Gift, vernichten sie nicht nur die Insekten,
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auch die jungen Fasanen, denn diese
brauchen unbedingt tierisches Eiweiß, um wachsen und gedeihen zu
können.
Männliche Fasanen sind sehr farbenfroh und werden etwa 85 cm lang.
Da die in Europa angesiedelten Fasanen meist ein Gemisch aus den
verschiedensten Rassen sind, gibt es viele Abweichungen in
Aussehen und Farbe. So gibt es Jagdfasanen mit weißem Halsring und
Vögel, die keinen Halsring haben. Fasanenweibchen werden etwa 60
cm lang, sind ziemlich einfarbig braun und nicht ganz so
langschwänzig wie die Männchen. Die flüggen Jungvögel haben einen
kurzen, schmalen, rötlichen Schwanz und können mit Rebhühnern
verwechselt werden. Fasanen fliegen mit lärmenden Flügelschlägen
auf. |
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Hahn:
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Gesamtlänge 80
- 90 cm, davon Schwanzlänge ca. 45 cm |
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Henne: |
Gesamtlänge 60 cm, davon Schwanzlänge ca. 30 cm
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Gewicht: |
Männchen 1150 - 1300g, Weibchen ca.
900g |
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Lebensalter: |
10-15 Jahre |
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Nahrung: |
Samen, Früchte, Wurzeln, grüne
Pflanzenteile, Kleintiere, Insekten für die Küken |
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Fortpflanzung: |
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Nest: |
Bodennest als flache Mulde, kahl
oder mit Gras, Blättern, und Pflanzenhalmen ausgelegt, geschützt
durch höhere Pflanzen. |
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Gelege: |
8-12 Eier; olivbraun, glatt,
glänzend, |
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Brutdauer: |
23 Tage. Eiablage täglich,
Brutpflege allein durch das Weibchen. |
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Nestlingsdauer: |
Nestflüchter, flugfähig mit 10-12
Tagen, Aufzucht nur durch das Weibchen. |
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Lebensräume:
Die bevorzugten Lebensräume sind ursprünglich lichte Auwälder,
Baumsteppen, die Uferzonen von Flüßen und Seen und ähnlich
reich strukturierte Gebiete. Ausgenommen ist der dichte Wald.
In unserer Kulturlandschaft sind es parkähnliche
Landschaftsteile, auch Ackerbaugebiete und Kleingartenanlagen.
Wichtig ist nur, daß neben Wasser auch genügend Dickicht wie
dichtes Gebüsch oder Schilfbestände sowie Baumgruppen zum
abendlichen Aufbaumen vorhanden sind. An sein Gehege stellt
der winterharte Jagdfasan keine besonderen Ansprüche. Zu
beachten ist lediglich, daß er, wenn er erschreckt wird, oft
recht stürmisch und wuchtig hochfliegt. Einem Hahn kann man 2
- 5 Hennen beigeben. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen
ist bekannt, daß der Fasan neben Körnern (auch gern Eicheln)
viele Insekten und deren Larven vertilgt. Bei unserem Futter
sind daher entsprechende Mengen an tierischem Eiweiß zu
berücksichtigen.
In der Balzzeit kennzeichnet der Hahn sein Revier mit
lauten Doppelrufen und Flügelschwirren. Mit
angeschwollener, hochroter Augenumgebung und aufgerichteten
Federohren wird die Henne in typischer Seitenstellung
angebalzt.
Meist ab Anfang Mai werden in eine gut versteckte Bodenmulde
rund 12 - 15 olivgrüne Eier gelegt. Die Brutdauer beträgt 24
Tage. |
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Im Gehege werden die Jagdfasanen oft zu ausgesprochenen viel
legern, die bis zu 50 Eier ablegen. Meist sind sie jedoch
keine besonders guten Brüter. Das künstliche Erbrüten und die
Aufzucht der schon nach 10 - 12 Tagen flugfähigen Küken ist
aber nicht schwierig. So werden sie alljährlich zu Tausenden
in Fasanerien erbrütet, aufgezogen und zu Jagdzwecken
ausgewildert. Im Herbst des ersten Lebensjahres färben die
Hähne ins Prachtkleid. Und im folgenden Frühjahr sind Hahn wie
Hennen bereits zuchtfähig.
Sämtliche
Fotos wurden uns freundlicherweise von Herrn Frank Rinnelt zur
Verfügung gestellt |
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