Bericht 101: Fuchswette 2010

Endlich war es wieder so weit, der erste Juli war der Beginn unser jährlichen Wette, bei der es galt so viele Füchse wie möglich, mindestens jedoch einen Fuchs mehr als die anderen zu schiessen, da der letzte die Getränke, der vorletzte die Pizzas und der drittletzte das Taxi zu bezahlen hat! Nahe unseres Hauses konnte ich in einem Feld schon einige Tage vorher einige Jungfüchse beobachten, die ich dann auch mit etwas Speck angefüttert habe, wobei ich festgestellt hatte, je kleiner die Stückchen Speck, je länger hielten sie sich im Feld auf ;-) All so begab ich mich morgens in die Örtlichkeit "Wolfa". Alls ich schon einige Zeit ansaß und es schon Taghell war, tauchte plötzlich auf ca.200m ein Fuchs auf. Schnell legte ich mich auf den Bauch und versuchte den schnürenden Fuchs ins Absehen zu bekommen. Alls er endlich für einen Moment innehielt, krümmte ich an der bereits eingestochenen Waffe den Finger und lies der 270Wby Mag. freien Lauf. Das Geschoss band den Fuchs (ein Rüde) an seinen Platz, kurz zuckte noch einige Male die Lunte und dann war wieder Ruhe eingekehrt.

So stand es 1:0:0:0:0:0:0!

Am Abend galt es wieder an den gleichen Platz zu gehen, natürlich nicht ohne vorher ein bisschen Speck als Luder aus zu bringen. Es war noch ziemlich hell als der erste Jungfuchs den schützenden Waldrand verlies. Er suchte die Wiese nach dem Speck ab und als er breit stand schoss ich zum zweiten mal an diesem Tag und auch dieser Fuchs blieb im Feuer liegen. Kurz darauf sah ich am Waldrand einen weiteren Fuchs der versuchte Wind in den Fang zu bekommen. Jedoch war er noch zur hälfte verdeckt und er machte auch keine Anstalten den schützenden Waldrand zu verlassen! So musste ich das Gewehr sehr gut herrichten, da die Jungfüchse nicht besonders groß sind und dann auch noch nur die Hälfte anzielen zu können ist nicht gerade einfach. Alls das Fadenkreuz ruhig stand und der Fuchs sich immer noch nicht bewegte versuchte ich ihm die Kugel anzutragen, was mir zum Glück auch gelang, und somit hatte ich den dritten Fuchs an diesem Tag erbeutet! Die Waffe war wieder geladen, jedoch hatte ich wenig Hoffnung das noch ein Fuchs kommen würde! Doch nur eine viertel Stunde später schnürte bereits wieder ein Jungfuchs heran! Diesmal hatte ich ziemliche Schwierigkeiten den Fuchs ins Absehen zu bekommen, da die Nacht schon hereinbrach und zudem Gewitterwolken den Himmel verfinsterten. Jedoch schnürte der Besagte langsam in meine Richtung und so konnte ich doch noch erkennen als er Blatt stand. Wiederum krümmte ich den Finger und erneut hallte ein Büchsenknall übers Tal hinweg. Vom Mündungsfeuer geblendet konnte ich jedoch nicht erkennen ob der Fuchs liegt. Also packte ich meine Sachen zusammen und ging zum Anschuss, wo zu meiner Freude auch dieser Fuchs sein Leben gelassen hat.

So war der Zwischenstand 4:0:0:0:0:0:0

Weidmannsheil

                                                                                                                           Bericht und Fotos: Peter Taferner

 

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