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Nach
dem 12. Anlauf entschlossen wir uns auf die Gamspirsch
zu gehen. Am 9. Oktober um 05.00 Uhr in der Früh traf
ich mich mit meinem Gamspirschführer Lois und
Jagdkollegen Christian, dann ging es ins
Oberwielenbacher „Talile“.
Dort angekommen, war
noch ein Fußmarsch von 1 ¼ Stunde zu bewältigen. Oben in
der „Muarkräpfe“ angekommen, zog Nebel auf, so dass wir
nur abwarten konnten. Doch der heilige Hubertus meinte
es gut mit uns und der Nebel zog höher und wir konnten
über uralte Zirmen ein Rudel Gämse sehen. Geißen mit
Kitze, junge Böcke und Jährlinge, doch keine passende
Gamsgeiß, die ich zugeteilt bekam.
Nach kurzem
Ansprechen zog wieder Nebel auf, so das war’s, dachte
ich mir, doch zum Glück verschwand der Nebel und ca. 300
m über uns stand eine Gams ganz alleine. Durch das
Spektiv konnte man sehen, dass es eine nicht führende
Geiß war, jedoch zum Schuss sollte es nicht kommen, der
Wind drehte und die Geiß verzog sich. Nach kurzer
Absprache mit Lois und Christian probierten wir die Gams
anzupirschen. In geduckter Haltung pirschten wir über
Felsen und dann sahen wir sie. Ein tiefer Atemzug und
ein Schuss unterbrach die Morgenstille. Die Geiß
zeichnete nicht und flüchtete links ins Waldfelsgebiet.
„Hon i gfahlt?“, das kann nicht sein, dachte ich mir “i
bin jo guit oukemm!”. Am Anschuss angekommen, fanden wir
keinen Schweiß, kein Schnitthaar...., nichts.
Mir gingen 1000
Fragen durch den Kopf, hab ich zu schnell geschossen,
war die Auflage wackelig „odo geats Gewehr net richtig“?
Doch dann sagte Christian:„Du Harry, Weidmannsheil!“
Nur 10 m unter dem
Anschuss lag die Gams unter einer Zirm.
Die Freude war groß
und der Schuss war gut. Nach der roten Arbeit ging es
mit der Gams noch über steilen Felsen und Rinnen bergab,
eine nicht ungefährliche Sache.
In einer Almwiese
wurde dann richtig „gegessen: Speck, Kas, Kaminwurze mit
Krion und Brecke“, natürlich durfte das Schnapsl
für’n Lois und Christian nicht fehlen.
Jetzt ging’s noch ca.
30 min. durch den Wald zum Auto. Dort angekommen
brachten wir die Gams in die jagdeigene Kühlzelle.
Danke Lois neamol
firn guitn Obschuss und den schion Jogdtog!
An olla Jaga
Weidmonnsheil!
Bericht und Fotos:
Passler Harald –
Revier Percha |