Bericht 93: Erfolgreiche Gamsjagd

Nach dem 12. Anlauf entschlossen wir uns auf die Gamspirsch zu gehen. Am 9. Oktober um 05.00 Uhr in der Früh traf ich mich mit meinem Gamspirschführer Lois und Jagdkollegen Christian, dann ging es ins Oberwielenbacher „Talile“.

Dort angekommen, war noch ein Fußmarsch von 1 ¼ Stunde zu bewältigen. Oben in der „Muarkräpfe“ angekommen, zog Nebel auf, so dass wir nur abwarten konnten. Doch der heilige Hubertus meinte es gut mit uns und der Nebel zog höher und wir konnten über uralte Zirmen ein Rudel Gämse sehen. Geißen mit Kitze, junge Böcke und Jährlinge, doch keine passende Gamsgeiß, die ich zugeteilt bekam.

Nach kurzem Ansprechen zog wieder Nebel auf, so das war’s, dachte ich mir, doch zum Glück verschwand der Nebel und ca. 300 m über uns stand eine Gams ganz alleine. Durch das Spektiv konnte man sehen, dass es eine nicht führende Geiß war, jedoch zum Schuss sollte es nicht kommen, der Wind drehte und die Geiß verzog sich. Nach kurzer Absprache mit Lois und Christian probierten wir die Gams anzupirschen. In geduckter Haltung pirschten wir über Felsen und dann sahen wir sie. Ein tiefer Atemzug und ein Schuss unterbrach die Morgenstille. Die Geiß zeichnete nicht und flüchtete links ins Waldfelsgebiet. „Hon i gfahlt?“, das kann nicht sein, dachte ich mir “i bin jo guit oukemm!”. Am Anschuss angekommen, fanden wir keinen Schweiß, kein Schnitthaar....,  nichts.

Mir gingen 1000 Fragen durch den Kopf, hab ich zu schnell geschossen, war die Auflage wackelig „odo geats Gewehr net richtig“? Doch dann sagte Christian:„Du Harry, Weidmannsheil!“

Nur 10 m unter dem Anschuss lag die Gams unter einer Zirm.

Die Freude war groß und der Schuss war gut. Nach der roten Arbeit ging es mit der Gams noch über steilen Felsen und Rinnen bergab, eine nicht ungefährliche Sache.

In einer Almwiese wurde dann richtig „gegessen: Speck, Kas, Kaminwurze mit Krion und Brecke“, natürlich durfte das  Schnapsl für’n Lois und Christian nicht fehlen.

 

Jetzt ging’s noch ca. 30 min. durch den Wald zum Auto. Dort angekommen brachten wir die Gams in die jagdeigene Kühlzelle.

 

Danke Lois neamol firn guitn Obschuss und den schion Jogdtog!

 

An olla Jaga Weidmonnsheil!

 

Bericht und Fotos:  Passler Harald – Revier Percha

 

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