Bericht 78: Starker Rehbock

Ich hatte am 15.08.2010 um 18.30 Uhr im Jagdrevier Olang ein schönes Jagderlebnis.

 

Bereits mit freiem Auge konnte ich erkennen, dass es sich um einen starken Rehbock handelte, der hinter einer Rehgeiß war und die Brunftringe in die Feldwiesen zog.

 

Ich legte mich gleich auf die Lauer, der Rehbock und die Geiß legten sich ins Gras.

Gemütlich konnte ich die Waffe und den Rucksack ausrichten und den Rehbock mit dem Feldstecher richtig ansprechen, das Haupt ragte noch gerade aus dem Gras.

Es fing plötzlich sehr stark an zu regnen und der Bock mit der Geiß blieb trotzdem weitere 20 Minuten liegen.

Zum Glück standen endlich Bock und Geiß auf, trotzdem konnte ich den Bock noch nicht fixieren, weil die Geiß vor dem Bock stand.

Endlich zog die Geiß zwei Kreise in die Feldwiese und der Bock ging hinterher, blieb aber nie stehen.

Ich fuhr mehrere Minuten dem Bock mit dem Gewehrlauf hinterher, bis sogar die Geiß hinter dem Feldrücken verschwand.

Zum Glück blieb der Bock stehen und vergewisserte sich, wohin die Geiß ging. Daraufhin konnte ich einen Blattschuss ansetzen, welchen die Geiß nicht bemerkte. Der Bock brach zusammen, die Geiß aß weiter als ob nichts gewesen wäre.

Der schönste Augenblick war, als es aufhörte zu regnen, die Sonne hervor kam und gleichzeitig drei wunderschöne Regenbögen mit einer enormen Farbenpracht über dem Tal zu sehen waren!

Als ich zum Rehbock ging und ihm den letzten Bissen gab, erfreute ich mich sehr, da er reif war, Perlungen bis an die Sprossen hatte und sogar eine Höhe von 25 cm aufwies.

 

Weidmann’s Heil

                                                                                                              Bericht und Fotos: Eugen Ladstätter  

 

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