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Am
Sonntag, 8. August war ich mit dem Jagdaufseher Moritz
vom Jagdrevier Schnals zur Gamsjagd verabredet, denn
auch heuer hatte ich das Glück, einen Gamsabschuss im
wunderschönen Pfossental tätigen zu dürfen. So startete
ich in Begleitung meines Vaters um 4.15 Uhr von
Schlanders aus nach Unser Frau im Schnalstal, denn dort
sollten wir Moritz um 5 Uhr abholen und wie geplant
fuhren wir dann ins Pfossental bis zum Eishof. Es war
mittlerweile kurz vor 6 Uhr morgens und der anbrechende
Tag verdrängte so langsam die Dunkelheit und so konnten
wir bald die ersten Gämsen ausmachen. Moritz hatte
bereits am Vortag die Gämsen beobachtet und meinte, dass
wir heute vielleicht Jagdglück haben könnten. So begann
der ca. 1,5 Stunden dauernde Aufstieg zu den gesichteten
Gämsen. Es war ein recht mühsamer Aufstieg, aber er
sollte sich lohnen. Kurz nachdem wir die Waldgrenze
erreicht hatten, sahen wir gleich die ersten Gämsen. Es
war ein schöner Anblick, als 5 Geißen mit Kitzen ca. 100
Meter ruhig vor uns ästen. Da ich heuer einen
Gamsjahrling zum Abschuss frei hatte, versuchten wir die
gesichteten Gämsen zu umgehen und sie nicht weiter zu
stören. Langsam pirschten wir weiter, als plötzlich
weitere Gämsen über einen kleinen Bergrücken zogen. Wir
suchten schnell Deckung hinter einem Felsen und hofften,
dass die Gämsen uns nicht bemerkt hatten. Aber eine der
vorsichtigen Geißen musste bereits etwas von unserer
Anwesenheit bemerkt haben und so kehrten die Gämsen um
und verschwanden wieder hinter dem Bergrücken. Wir
warteten etwas ab und dann pirschten wir in die Richtung
der Gämsen. Als wir den kleinen Hügel erreicht hatten,
meinte Moritz ich sollte mich schussbereit machen, denn
die Gämsen waren mittlerweile zwar in einer kleinen
Bodensenke verschwunden, würden aber wahrscheinlich
recht bald wieder in unserem Anblick sein. Und dank
seiner großen Erfahrung bei der Gamsjagd, hatte Moritz
recht. Eine Gämse nach der anderen kam aus der kleinen
Bodensenke hervor. Den Geißen folgten die Kitze und nach
und nach kamen auch einige Jährlinge hervor. Jetzt hieß
es kühlen Kopf bewahren, denn die Gämsen zogen
überraschenderweise wieder in unsere Richtung und die
Distanz betrug kaum 100 Meter. |
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Moritz sprach die
Jährlinge der Reihe nach an und sagte mir dann, welchen
ich erlegen dürfte. Ich richtete mich ordentlich mit
meiner BBF ein und wartete geduldig bis sich der
ausgewählte Jährling abdrehte und schön Blatt zu uns
stand. Ich war mit dem Absehen direkt auf dem Blatt, als
der Schuss brach und den Jährling zu Boden warf. Die
restlichen Gämsen äugten angespannt umher und zogen sich
schnell in die steilen Felswände zurück. Wir warteten
einige Zeit ab und gingen dann zum Anschuss, wo der
Gamsbockjährling lag. Ein herzliches Weidmannsheil von
Moritz und von meinem Vater löste die Anspannung. Nach
einigen schönen Erinnerungsfotos brachen wir den
Jährling auf und anschließend stärkten wir uns mit einem
ordentlichen „Halbmittag“.
Gegen 10 Uhr packten wir
unsere Sachen zusammen und kehrten zum Eishof zurück.
Dort stießen wir mit einem kühlen Bier auf unseren
Jagderfolg an. Anschließend fuhren wir weiter bis zur „Rableidalm“,
dort kehrten wir ein und aßen zu Mittag. Dann ging es
weiter zum Gasthof Jägerrast. Dort stießen wir noch
einmal auf das wunderschöne Jagderlebnis an. Dort stieß
dann auch noch der Hermann zu uns und erzählte von
seinem Jagderfolg vom Vortag, wo es ihm auch gelang
einen Gamsjährling zur Strecke zu bringen. Mit einem
gegenseitigen Weidmannsheil stießen wir darauf an. Gegen
Abend kehrten wir dann nach Schlanders zurück, hängten
die Gämse in unsere Kühlzelle und in Gedanken ließ ich
noch einmal den ganzen Tag passieren.
ch möchte mich herzlich
beim Revierleiter des Jagdrevier Schnals und beim
Aufseher für die Jagdgelegenheit und den geglückten
Abschuss mit einem Weidmannsheil und einem Weidmannsdank
bedanken. Es ist nicht selbstverständlich in so einem
wunderschönen Revier einen Gamsabschuss tätigen zu
dürfen.
Weidmannsheil –
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