| Bericht 43: 13. Jägertreffen in Sippersfeld |
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Nun schon zum dritten Mal sind wir der Einladung unseres mittlerweile guten Jagdkollegen Stefan Möndel gefolgt. Destination war ein wunderschönes Jagdrevier in Sippersfeld und mit von der Partie waren Walter, Toni und ich. Bereits am Vormittag kamen wir im Hotel „Mona Lisa“ an, welches direkt im Revier liegt an. Dort erwartete uns bereits mein „Amore“ die Chefin Maria. Zu Mittag ging es dann auf zum Treffpunkt. Ein idyllischer Platz mit Grill und Holzhaus mitten im Wald, wo Stefan und einige seiner geladenen Gäste und Mitjäger bereits auf uns warteten. Die Tage zuvor hatte es stark geregnet und so waren wir erst mal behilflich, die über Nach festgefahrenen Fahrzeuge frei zuschieben. Nach einer herzlichen Begrüßung machten wir uns zusammen über die mitgebrachte Mortadella, den Gorgonzola und dem Südtiroler Schüttelbrot her. Dann wurde das Gespräch immer interessanter. Wer will wohin, was jagen und welchen Hochsitz wird uns Stefan wohl zusprechen. Es waren viele Jäger vor Ort und so stellte der Jagdherr schon mal klar, dass die heute bezogenen Kanzeln auch am Morgen bezogen werden müssen und eventuell erst am nächsten Abend umdisponiert werden. Eigentlich haben wir uns alle bereits auf die riesigen Flächen mit Äckern und Wiesen, in denen sehr viel Rehwild stand und uns auch zum Abschuss frei stand, gefreut. Als wir jedoch erfuhren und selbst sahen wie stark die Kirrungen angenommen waren, erbaten wir auf Sauen anzusitzen. Gesagt getan und Stefan stimmte mit der Bedingung zu, an den Kirrungen nur einzelne anwechselnde Sauen zu erlegen. Es sollten keine Rotten gesprengt werden, um sie verständlicher Weise, im Wald nicht zu vergrämen, damit Letztere sich auch weiterhin dort sicher fühlen und nicht in die Felder ausweichen. Bereits im Hellen bezog ich also den Leitersitz an einer stark belaufenen Kirrungen im Revier. Bis 2.00 Uhr morgens habe ich dort regungslos ausgeharrt, aber dann habe ich mich für eine bequemere Unterlage in der Mona Lisa entschieden. Fehlentscheidung!! Am Morgen als wir die Kirrung kontrollierten war sie platt. Die Schweine haben wohl darauf gewartet, dass der kleine Italiener von der Leiter klettert, bevor sie sich über den Mais hermachten :-)
Walter, welcher zusammen mit Wolfgang, der in seiner Freizeit im Revier als Jagdaufseher tätig ist, entschlossen die ganze Nacht anzusitzen und hatten mehr Glück. Eine einzelne Sau wechselte an, zeigte aber wenig Interesse am Mais. Der kurze Aufenthalt des Wildschweins und das sehr schlechte Licht ließen keinen Schuss zu, bestätigte uns der Begleiter nachdem wir uns über Walter bereits lustig gemacht hatten. Auch am zweiten Ansitz hatte Walter super Anblick. Eine große Rotte mit mehreren Bachen und Frischlingen kamen an die Kirrung. Wir hatten aber vereinbart nicht in die Rotten zu schießen und so blieb der Finger gerade. Nachts um 2.00 Uhr kam auch an meinem Ansitz Bewegung auf. Schon von Weitem hörte ich eine einzelne Sau anwechseln. Nachdem sie regungslos für ca. 15 Minuten unter meiner Ansitzleiter verbrachte, umschlug sie mich und stand dann nochmals mehrere Minuten hinter mir im Wald. Irgendetwas gefiel dem Wildschwein nicht, obwohl ich sogar den Atem anhielt, damit sie keinen Verdacht schöpfen konnte. Ich wusste, dass mir am Morgen 7-8 Stunden Autofahrt bevorstanden und so beschloss ich um 3.00 Uhr die Sau Sau sein zu lassen und bäumte ab. Walter und Toni schliefen bereits friedlich wie zwei Kinder, als ich mich in die Wohnung schlich. Ich legte meinen Autoschlüssel noch bereit, sollte einer der beiden am Morgen doch noch einen Ansitz wagen wollen und ging zu Bett. Toni, welcher wie immer rast- und ruhelos war, schlich sich bereits im Dunkeln wieder aus dem Hotel und als er zurück kam hatte er zu unserer Verwunderung einen Bruch am Hut. Es war ihm tatsächlich gelungen auf einem Feld im ersten Licht einen Überläuferkeiler zu strecken. Die Freude war natürlich bei Allen groß und wir mussten nun nicht mehr als Schneider über den Brenner.
Nach einem zünftigen Frühstück
trafen sich alle Jäger wieder am Grillplatz. Am Tag zuvor hatte
nämlich der Stefan und seine liebe Frau Sylvie dort ein
Grillfest organisiert. Salate, Süßspeisen und leckeres Wild vom
Grill, genügend Wein und Bier trugen dazu bei, dass es ein super
Tag wurde. Auch ein Jägerschießen war organisiert worden und nun
standen wir gespannt da und warteten auf die Preisverleihung.
Auf diesem Wege möchten WIR uns nochmals bei Stefan und Sylvie, sowie Wolfgang für Ihre Bemühungen und der netten Gastfreundschaft bedanken und verbleibe mit lieben Grüßen und einem
Weidmannsheil.
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