Bericht 33: Aus dem guten Anblick wurde ein erfolgreicher Kahlwild Abschuss

Nachdem ich am Samstagabend Kahlwild gesehen habe, war für mich klar wo ich am Sonntagabend ansitzen werde. War mit einer frischgebackenen Jägerin verabredet, die leider verhindert war und so stieg ich allein um halb 7 Uhr abends auf den Hochsitz, der Wind war so kräftig das ich zeitweise Angst hatte seekrank zu werden, das schaukelte wie auf einem Schiff. Bald kam von allen Seiten Rehwild 8 an der Zahl und ich saß da und beobachtet sie, war ja ein guter Anblick, aber irgendwie wartete ich auf was anderes obwohl ich mir sicher war,daß das Rotwild nicht 2 Tage hintereinander an der selben Stelle austreten würde. Gegen 8 Uhr legte sich der Wind, daß man auch schießen könnte, weil vorher war es fast unmöglich. Die Geiß am Waldrand hob immer wieder das Haupt, aber der Rest des Rudels äßte genüßlich weiter. Um 20,20 Uhr rissen alle gleichzeitig das Haupt in die Höhe und verharren wie zu Stein erstarrt. Schon steht ein trächtiges Stück Kahlwild am Waldrand. Dahinter kommt das Schmaltier und zuletzt das dritte Stück trächtig. Ich hatte ja gestern alle Zeit der Welt um sie anzusprechen. Kurz drehen sie nochmals ab und verschwinden hinter einem Baum, aber bald stehen sie, das Schmaltier ganz rechts wieder auf der Wiese. Punkt halb 9 bricht der Schuß, das Schmaltier schnellt in die Höhe, 2 Sprünge Richtung Tal, kehrt euch und gemeinsam mit den Tieren flüchtet es  in den Wald. Mein erster Gedanke war gar nicht weidmännisch: Spinn i jetz, fahl i schun af 70 m!

Hat zwar schön gezeichnet, aber was solls, hier hatte ich nix mehr verloren. Packte meine 7 Zwetschgen, ging zum Auto, lasse Gewehr und Rucksack dort und nehme meinen jungen BGS mit zum Anschuß. Schweiß, eindeutig mit Lungenteilchen. Meine Hündin zieht wie verrückt in den Wald und ich lasse ihr auch kurz ihren Willen, aber plötzlich will sie bergwärts in den Wald und das konnte nicht sein. Also sehe ich mich um sehe auf Anhieb nicht und rufe unseren Aufseher, da die Zeit drängt und es bald finster ist. Um 21,15 Uhr kommt er und wo schnüffelt der Rex hin, genau wie vorher meine Caia und nach 50 m liegt das verendete Stück. Glücklich daß alles gepaßt hat und auch darüber, daß ich so jemanden hatte der mir beim Transport helfen konnte, gingen wir uns ein Bierchen genehmigen, nachdem das Stück im Schlachtraum hing und versorgt war.

Leider gibt es kein Foto, weil es zum Ersten dunkel war und weil meine Kamera immer den Geist aufgibt wenn ich einen Jagderfolg festhalten will. Aber jetzt gibts eine Neue !

 

Weidmannsheil

                                                                                                                           Bericht:  Lahner Annelies

 

nach oben