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Donnerstag
05.02.2010. Erst vor einigen Tagen hatte ich reichlich Fuxspuren
in der Nähe meiner Passjagd bemerkt. Ich hatte mich bereits am
Mittag mit dem zuständigen Wildhüter gemeldet und den neuen
Standort angemeldet.
Gegen
21.00 Uhr bezog ich den Posten, wie schon gewohnt richtete ich
mich in meinem Jeep ein. Auf gut 1750 M über Meer war es recht
kalt, auf dem Holzlagerplatz lagen etwa 25 cm Pulverschnee der
in den letzten Tagen fiel.
Der Mond war jetzt sehr Tief, so das er erst nach Mitternacht
mit seinem Licht den ganzen Platz erhellen würde.
Da die Rotjacken nicht gerne austreten wenn es zu hell ist, war
ich fest überzeugt bald einmal einen Schwarzen Schatten zu
sichten. Inzwischen war es aber schon 23.00 Uhr geworden und von
einem Fuchs war nichts zu sehen.
So entschloss ich mich den Ansitzplatz zu wechseln, meldete mich
also per SMS beim Wildhüter ab, und beim andern Wildhüter auf
die selbe Art an.
Hundert Meter vor dem Luderplatz traf ich noch auf zwei
Jagdfreunde und wechselte mit ihnen noch ein paar Worte, mit
einemWaidmannsheil
verabschiedeten wir uns.
Vor dem Schafstall eingetroffen warf ich noch schnell zwei
handvoll Hundefutter über den Bach, nach kurzer Zeit war ich
bereit. Außer dem rauschen des Baches war es still. Wie lange
ich passen müsste und wenn einer auftaucht, von wo er kommen
würde, dachte ich.
Lange brauchte ich nicht zu sitzen, den um 00.10 Uhr war der
sehnlichst erwartete schwarze Schatten keine 20 M vor mir, durch
das rauschen des Baches konnte er mich wohl nicht vernehmen,
langsam nahm ich meine Kombinierte in Anschlag, gleich hatte ich
den Schurken mit dem Absehen erfasst und folgte ihm bis er ein
Moment verhoffte. Die 16/70 Ladung Schrot streckte den Fuchs
nieder. Bewegungslos blieb der Fuchs liegen, die Distanz hat da
wieder einmal perfekt gepasst. Schnell schälte ich mich aus dem
Ansitzsack, entledigte mich des Pamirs, den ich auf der Passjagd
immer zu tragen pflege. Schnell konnte ich den Rüden bergen,
nach einem Erinnerungsfoto, ging es jetzt aber nach Hause,
morgen um 06.00 Uhr war ja wieder Tagwacht.
Waidmannsdank
Bericht und Fotos:
Kari Schmid
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