Bericht 17: Einer von der schnellen Truppe!

Donnerstag 05.02.2010. Erst vor einigen Tagen hatte ich reichlich Fuxspuren in der Nähe meiner Passjagd bemerkt. Ich hatte mich bereits am Mittag mit dem zuständigen Wildhüter gemeldet und den neuen Standort angemeldet.
Gegen 21.00 Uhr bezog ich den Posten, wie schon gewohnt richtete ich mich in meinem Jeep ein. Auf gut 1750 M über Meer war es recht kalt, auf dem Holzlagerplatz lagen etwa 25 cm Pulverschnee der in den letzten Tagen fiel.
Der Mond war jetzt sehr Tief, so das er erst nach Mitternacht mit seinem Licht den ganzen Platz erhellen würde.
Da die Rotjacken nicht gerne austreten wenn es zu hell ist, war ich fest überzeugt bald einmal einen Schwarzen Schatten zu sichten. Inzwischen war es aber schon 23.00 Uhr geworden und von einem Fuchs war nichts zu sehen.
So entschloss ich mich den Ansitzplatz zu wechseln, meldete mich also per SMS beim Wildhüter ab, und beim andern Wildhüter auf die selbe Art an.
Hundert Meter vor dem Luderplatz traf ich noch auf zwei Jagdfreunde und wechselte mit ihnen noch ein paar Worte, mit einemWaidmannsheil verabschiedeten wir uns.
Vor dem Schafstall eingetroffen warf ich noch schnell zwei handvoll Hundefutter über den Bach, nach kurzer Zeit war ich bereit. Außer dem rauschen des Baches war es still. Wie lange ich passen müsste und wenn einer auftaucht, von wo er kommen würde, dachte ich.
Lange brauchte ich nicht zu sitzen, den um 00.10 Uhr war der sehnlichst erwartete schwarze Schatten keine 20 M vor mir, durch das rauschen des Baches konnte er mich wohl nicht vernehmen, langsam nahm ich meine Kombinierte in Anschlag, gleich hatte ich den Schurken mit dem Absehen erfasst und folgte ihm bis er ein Moment verhoffte. Die 16/70 Ladung Schrot streckte den Fuchs nieder. Bewegungslos blieb der Fuchs liegen, die Distanz hat da wieder einmal perfekt gepasst. Schnell schälte ich mich aus dem Ansitzsack, entledigte mich des Pamirs, den ich auf der Passjagd immer zu tragen pflege. Schnell konnte ich den Rüden bergen, nach einem Erinnerungsfoto, ging es jetzt aber nach Hause, morgen um 06.00 Uhr war ja wieder Tagwacht.

Waidmannsdank

                                                                                                                        Bericht und Fotos: Kari Schmid  

 

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