Bericht 11: Dachsjagd  mit meinen Freund Max  

Ich lud meinen Freund Max auf einen Dachs ein. Am 28.August 2009 war es soweit und Max holte mich bei mir zu Hause ab. Nachdem wir noch ein Bier getrunken hatten, machten wir und auf den Weg ins Revier. Beim Auto packten wir uns noch die nötigsten Dinge zusammen, bevor wir in Richtung Forstweg marschierten. Nach ungefähr 10 Minuten Fußmarsch, stiegen wir in den Pirschsteig ein, welcher ab ca. 200 vor der Ansitzleiter ausgeputzt war.

Wir versuchten möglichst leise die Ansitzleiter zu erreichen, was uns auch gelang.  Der Bau erstreckt sich über eine relativ große Fläche vor der Ansitzleiter. Die beiden Hauptröhren befanden sich 20m gerade vor der Leiter. Ich
versuchte Max mit Handzeichen zu erklären, dass der Dachs vermutlich über die Hauptröhren kommen wird und er sich somit dorthin konzentrieren soll.
Da wir die Leiter ziemlich bald bezogen, verging nun  einige Zeit, bis die Dämmerung einsetzte.  Auch ich richtete mein Hauptaugenmerk auf die beiden Hauptröhren. Als es schon ziemlich dunkel war, konnte ich im Augenwinkel plötzlich einen weißen Fleck wahrnehmen. Ich versuchte außer meinen Augen nichts zu bewegen, da sich der Fleck unmittelbar neben dem linken Leiterbein befand. Der helle Fleck stand lange still, bis er sich plötzlich in Richtung der
Hauptröhren bewegte. Ich stieß Max mit dem Ellenbogen an - dieser hatte Grimbart aber zu diesem Zeitpunkt auch schon gesehen. Der Dachs kam wider Erwarten nicht von einer der Hauptröhren, sondern tauchte aus dem Gestrüpp links unter uns auf - also aus einer Nebenröhre. Als sich der Dachs auf dem Auswurftrichter der  Hauptröhre befand, hatte Max seine Flinte bereits in Anschlag gebracht. Der Dachs drehte sich spitz auf uns zu, als Max die 4mm-Schrot fliegen ließ.
Grimbart sackte schwer getroffen zusammen und kullerte außen über den Auswurftrichter, wo er am Fuße des Erdauswurfes zu liegen kam und nach kurzem schlögeln verendete.
Voller Freude über seinen ersten Dachs machten wir uns auf dem Weg zum Grimbart.
Den Jagdabend ließen wir noch gemütlich bei Bier und Jause am Balkon ausklingen.

Der Dachsbär wog 12,6 kg.

Weidmannsheil

                                                                                                                           Bericht und Fotos:  Manuel Blöchl 

 

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