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Die bekannteste Farbmutation ist wohl zweifellos der Albinismus
(ALBINOS). Es gibt (zurzeit) zwei Gründe für
Albinismus: Man bezeichnet sie als tyrosin-negativ bzw.
positiv. Er kommt so ziemlich bei allen Tieren
vor, doch wird er nicht bei allen Tieren erkannt,
denn Albinismus ist kein rein weißes Tier (wie
die meisten Menschen denken; ein Tier, das rein weiß ist nennt
sich Leuzist) sondern ein Tier dem der Farbstoff Melanin
(also schwarz) fehlt.
.
Die Natur sorgt also dafür, dass Albinos in
der Natur keine Chance haben.
Albinoten oder Albinos ( von albus = weiss; Weisslinge) und
Schwärzlinge (von melanus = schwarz; Melanoten) haben nichts mit
Kreuzungen zwischen verschiedenen Tierarten zu tun. Es sind
Farbvarianten einer Tierart, die ihre Ursache in einer spontanen
Veränderung der Erbsubstanz/einer Mutation haben.Während bei echten Albinos der Farbstoff in Haaren, Federn, Hufen,
Hörnern und selbst Augen fehlt, und deshalb die Haare, Federn, Hornteile
gelblich bzw. weiss sind und die Augen "rot" erscheinen, sind bei
Melanoten alle diese Teile schwarz.
Weiss und schwarz sind aber nicht die einzigen Möglichkeiten von
Farbabweichungen; es kommt auch Scheckung vor, d.h. ein teilweiser
Pigmentverlust. Scheckungen können an bestimmten Körperteilen, z. B.
ringförmig rund um den Rumpf herum vorkommen (man nennt sie dann Binde);
sie kommen, vor allem bei Haustieren, häufig auf der Stirne vor.
Solche Farbabweichungen sind an sich selten. Es gibt aber Regionen mit
Häufungen, wenn dort die Verwandtschaft innerhalb eines Tierbestandes
eng ist und eine Abweichung von vielen Einzeltieren weitervererbt wird.
So gibt es z. B. Gebiete mit vielen schwarzen Rehen.
Die Häufigkeit hängt auch davon ab, ob ein abweichendes Merkmal rezessiv
(verdeckterbig) oder dominant vererbt wird. Ist das Merkmal dominant
vererbt, tragen es bald viele Einzeltiere einer Art sichtbar auf sich.
Wenn dieses abweichende Merkmal vorteilhaft ist, verfügen die Träger
dieser Eigenschaft gegenüber den anderen Tieren über einen Vorteil; so
kann sich eine solche Eigenschaft über Selektion schnell verbreiten. Ist
die Eigenschaft aber nachteilig, verschwindet sie wieder. In der Natur
verschwinden farblich abweichende Tiere oft. Sie sind meist sehr
auffällig und bieten sich Beutegreifern oder Greifvögeln geradezu an.
Da der Erbgang von Farbabweichungen gut bekannt ist (über Versuch und
Irrtum), werden bei der
Haustierzucht Farbabweichungen oft absichtlich weitergezüchtet, meist
aus Liebhaberei.
Farbabweichungen kommen bei Säugetieren, Vögeln, Kriechtieren, Fröschen,
selbst bei Fischen vor; aber auch bei Pflanzen gibt es nicht wenige. Sie
sind also weit verbreitet, aber ganz selten wirklich häufig!
Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt
von:
R o b i n H a b i t a t A G
Ökologische Projekte
Dr. Klaus Robin, SVU
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