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Rothirsche
sind die mächtigsten und größten geweihtragende Tiere unserer Wälder. Beim
Rotwild treten weltweit ca. 12 Unterarten auf.
.Wapiti:
Ursprünglich über weite Teile Nordamerikas verbreitet, beschränkt sich das
Vorkommen des Wapiti im Wesentlichen nur noch auf die westliche Hälfte der
Vereinigten Staaten, von Kanada bis nach Neu Mexiko. Maral oder
Kaukasushirsch - Cervus elaphus maral: Verbreitet in
Kleinasien, dem Kaukasus und Nordpersien
Durch die geänderten Lebensbedingungen (Straßen- und
Siedlungsbau, Tourismus,...) und das veränderte Freizeitverhalten der
Menschen sind die Lebensräume für den Rothirsch in Südtirol stark
eingeschränkt worden.
Vorkommen und
Lebensraum: Der
Rothirsch, auch Edelhirsch, ist das größte Wildtier in den Revieren
in Südtirol. Nur der männliche Rothirsch trägt ein Geweih. Dieses
kann bis zu 6 kg schwer sein. Die weiblichen Tiere leben mit ihren
Jungtieren in Rudeln, welche von erfahrenen Alttieren angeführt
werden. Ebenso bilden die männlichen Tiere eigene Rudel, wobei nur
die ältesten Hirsche davon abgesondert als ausgesprochene
Einzelgänger umherziehen. Nach einer Tragzeit von etwa 8 Monaten
wird im Spätfrühling (Mai/Juni) ein Kalb gesetzt, das bis zur Geburt
des nächsten Jungtieres bei der Mutter bleibt. Im Alter von ein bis
zwei Jahren erreicht der Rothirsch die Geschlechtsreife.
Ausgewachsen ist er hingegen erst im Alter von 4 Jahren. Ein großes
Männchen erreicht dann eine Schulterhöhe von 1,5 Metern. Rothirsche
werden im Durchschnitt zwischen 18 bis 20 Jahre alt. |
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Das Rotwild ist
dämmerungs- und nachtaktiv und in ungestörten Bereichen bis hinauf
zur Waldgrenze weit verbreitet. In vom Menschen ungestörten Gebieten
steigt das sehr scheue Rotwild im Sommer bis in die alpinen
Grasheiden (bis etwa 2700m) empor. In vom Menschen hingegen immer
wieder aufgesuchten Gebieten finden derartige Wanderungen über die
Waldgrenze vorwiegend in der Nacht statt.
VERHALTEN:
Angeführt von dem ältesten
Tier lebt das Rotwild in zumeist nach Geschlechtern getrennten
Sozial-
verbänden, genannt Rudel oder Gruppe. Die weiblichen
Rudel werden von einem führenden (mit Kalb) Alttier geführt;
in solchen Rudeln trifft man auch noch Junghirsche an. Die Hirsche
sind in kleineren Rudeln unterwegs, wobei alte Hirsche (insbesondere
sogenannte Platzhirsche) oft nur einen jüngeren Hirsch, den sog.
Adjudanten bei sich haben. Das Rotwild ist in vielen Gebieten –
bedingt durch Störungen – überwiegend nachtaktiv geworden und zieht
dann in
der Dämmerung zu den Äsungsplätzen.
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NAHRUNG: Der Rothirsch ist ein Wiederkäuer mit einem bis zu
25 Liter fassenden Pansen. Dieser ist an seinen Wänden komplett mit
langen Zotten ausgekleidet. Der natürliche Fressrhythmus ist für den
Wiederkäuer Rothirsch wichtig, um seine Magenflora am Leben zu
erhalten und eine kontinuierliche Energieversorgung zu
gewährleisten. Der tägliche Zeitaufwand für das Fressen beträgt
insgesamt sieben bis zehn Stunden in 5 – 6 Fressperioden. Der
tägliche Nahrungsbedarf schwankt dabei aktivitätsabhängig zwischen 8
und 20 Kilogramm Frischmasse bei 100 Kilogramm Lebendgewicht. Die
Nahrung wird beim Wiederkäuen gründlich mit den Zähnen zerrieben und
dadurch wirkungsvoll aufgeschlossen. Der erforderliche Wasserbedarf
von sieben bis neun Litern wird mit dem Tau und an Gewässern
aufgenommen.
Im Unterschied zum Reh, das jeweils nur die eiweißreichsten Triebe
und Blätter bevorzugt, ist der Rothirsch weniger wählerisch.
Innerhalb seines Verbreitungsgebiets werden über 300 verschiedene
Pflanzenarten gefressen. Dies ist ein großer Vorteil, denn es
erleichtert die Anpassung an verschiedene Lebensräume und ermöglicht
auch in der nahrungsarmen Zeit ein Überleben.
Der Rothirsch sucht sich sowohl eiweißreiche als auch eiweißärmere
Kost. Dazu gehören neben den bevorzugt gefressenen Gräsern und
Kräutern auch Triebe, Blätter, Flechten, Pilze, Baumfrüchte wie
Eicheln, Kastanien und Bucheckern, Wildobst, Baumrinde und
Zwergsträucher. Über die Wintermonate überwiegt die grasreiche,
eiweißarme Kost. In Zeiten der Trächtigkeit und des Geweihaufbaus
wird ein höherer Anteil eiweißreicher Nahrung benötigt.
Die Nahrung der Kälber besteht im ersten Lebensmonat ausschließlich
aus Muttermilch. Erst mit Beginn des zweiten Lebensmonats nehmen
auch sie regelmäßig grüne Pflanzen auf. Vor allem im Herbst und
Frühjahr schält der Rothirsch bevorzugt die Rinde von Laubbäumen wie
Eberesche, Weide und Aspe zum Fressen ab. Baumrinde enthält
Nährstoffe, Vitamine und bis zu 60 Prozent Wasser. Junge Baumrinde
weist einen Futterwert, der ähnlich ist wie von Wiesengras mittlerer
Güte, auf. Die saftführende Sommerrinde wird von den Tieren in
langen Streifen abgezogen. Dabei dienen die Schneidezähne im
Unterkiefer als Schneidwerkzeug. Im Winter sitzt die Rinde durch den
fehlenden Saftstrom wesentlich fester am Baum und kann nur
geringfügig mit den Zähnen abgeschabt werden. Bereits durch Schälen
geschwächte Bäume werden wiederholt aufgesucht, weil der
Bitterstoffgehalt in der Rinde abnimmt.
Baumrinde sowie die Knospen, Triebe und Blätter von Bäumen und
Sträuchern gehören ganzjährig zur artspezifischen Nahrung dazu. Mit
seiner Art der Ernährung übt der Rothirsch Einfluß auf die
Waldvegetation aus. Diese Einflüsse gehören natürlicherweise zum
Ökosystem Wald. Bäume in dichten Waldbereichen, die durch Rindenfraß
geschwächt sind, sterben frühzeitig ab. Dadurch werden lichtliebende
Arten gefördert und kleinräumig besonders artenreiche Mosaike in der
Artengemeinschaft des Waldes geschaffen oder erhalten.
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STIMME:
RÖHREN
DER HIRSCHE mp3 |
BEWERTUNG:
GEWEIH
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Erscheinungsbild: Der Hirsch hat im Sommer ein rötlich-braun gefärbtes Fell, das sich im
Winter dunkelbraun bis grau verfärbt. Nur die männlichen Tiere bilden
ein Geweih aus, daher werden die Weibchen auch als Kahlwild bezeichnet.
Der erwachsene Hirsch hat eine Schulterhöhe von 1,3 m und eine Länge von
ca. 2 m. Das durchschnittliche Gewicht beträgt ungefähr 160 kg beim
Hirsch und 90 kg beim Alttier (erwachsenes Weibchen). Die
Körperentwicklung ist beim Hirsch im 7. Lebensjahr, beim Alttier
im 5. Lebensjahr abgeschlossen.
Geweihbildung:
Für den Aufbau der bei jungen und alten Hirschen sehr
unterschiedlichen Geweih-Knochenmasse benötigen junge Hirsche 60
bis 90 Tage, alte dagegen 90 bis 130 Tage. Alte Hirsche bilden
meist stärkere Geweihe, die bei voller Ausbildung mindestens 5
Enden in jeder Geweihstange aufweisen. Die Stangen sind sehr
stabil gebaut, können aber zumindest an den Enden auch
abbrechen, vor allem bei Kämpfen, die mitunter sehr heftig
ausgetragen werden. Sie sind innen porös und bleiben auch nach
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Fertigstellung schwach durchblutet. Während des Wachstums sind
sie von einer weichen Basthaut überzogen, in der Blutbahnen mit
entsprechendem Baustofftransport (Kalzium, Magnesium) und Nerven
verlaufen. Nach Beendigung des Geweihwachstums wird der
vertrocknete Bast abgefegt.
Die Größe des Geweihs ist vom Alter und vom Gesundheitszustand
des Tieres abhängig. Es gibt aber auch regionale Unterschiede.
Hirsche, die in Gebieten mit armen Sandböden leben, haben
beispielsweise geringere Geweihe als ihre Artgenossen auf
nährstoffreichen Basaltböden.
Im 12. bis 14. Lebensmonat (Juni – August des auf die Geburt
folgenden Jahres) beginnen die jungen Hirsche, ihr
Erstlingsgeweih zu bilden. Das sind normalerweise einfache
Spieße, die gegen Ende ihres zweiten Lebensjahres im Mai – Juni
wieder abgeworfen werden. Im zweiten Geweih werden in jeder
Geweihstange bereits drei bis vier, selten auch mehr Enden
ausgebildet. Ältere Hirsche können Geweihe mit bis zu 20 oder
noch mehr Enden haben, die sich durch Verzweigungen vor allem am
Stangenende ergeben. Mit fünf bis sechs Jahren sind die Hirsche
körperlich ausgewachsen. Dann haben sie mehr Energie „übrig“ für
die alljährliche Geweihbildung, die bei Hirschen im Alter von 8
bis 14 Jahren meist am stärksten (schwersten) sind. In der
Brunftzeit(September/Oktober) werden durch das
markante Röhren der Hirsche die jeweiligen Territorien abgegrenzt. Gegen Ende des ersten Lebensjahres entwickeln sich beim männlichen Kalb
knochige Stirnzapfen, die sogenannten Rosenstöcke. Zu Beginn des zweiten
Lebensjahres bilden sich ein einfaches Erstlingsgeweih, das nur aus
Spießen und ohne Rosen besteht. Es wird im darauf folgenden Frühjahr
abgeworfen. Nach dem Abwurf baut sich ein
neues Geweih auf (siehe Bild links), nun aber mit Rosen und mit einer ersten Gabelung, der
sog. Augsprosse. Die Endenzahl
nimmt dann gewöhnlich von Jahr zu Jahr zu. Es bildet sich die
Mittelsprosse, manchmal auch eine
Eissprosse zwischen Aug- und Mittelsprosse, das Stangenende teilt
sich in zwei (Gabeln) und |
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Foto Kolbenhirsch: H. Lanzinger,
Sexten |
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