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Der Steinadler |
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Aussehen: Gewiß zu den beeindruckensten
Tieren der Alpen zählt der Steinadler. Dieser majestätische
Vogel kann der eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern
erreichen. Ursprünglich war dieser Greifvogel in Europa bis in
die Ebenen verbreitet. Durch
menschliche Verfolgung wurde der Steinadler jedoch großflächig
ausgerottet bzw. zum Rückzug in die entlegenen Gebiete der
Gebirge gezwungen. Durch entsprechende Schutzmaßnahmen konnten sich die
Steinadlerbestände in Südtirol bis heute soweit erholen, daß
der Bestand als gesichert gelten kann, solange der gesetzlich
vorgeschriebene Schutz anhält. Steinadler sind
Einzelgänger. Nur selten kann man sie paarweise oder im
Familienverband beobachten. Die Reviere, welche beansprucht werden,
sind sehr groß und können bis zu 150 km² erreichen. Aus diesem Grund
ist die Besiedlungsdichte in Südtirol vergleichsweise gering. Im
Sommer jagt der Steinadler vorzugsweise oberhalb der Waldgrenze, im
Winter jagt er auch in tiefer gelegenen Bereichen.
Alle Adler sind im Flug von
anderen Raubvögeln dadurch zu unterscheiden, daß sie den Kopf gerade
vorstrecken, so daß man den Schnabel als abgesetzte Spitze sehen kann, und
daß die Schwungfedern an den geraden, überall ziemlich gleich breiten Flügeln gespreizt und nach vorn gebogen sind. Vorkommen: Einst auf der gemäßigten Halbkugel allenthalben verbreitet, heute z. B. in Europa sehr fragmentiert und nicht in allen Regionen und Ländern Brutvogel. Heute in West- und Mitteleuropa nur noch Gebirgsvogel. Ist in der Regel Standvogel und inzwischen auch in den Südtiroler Alpen sehr heimisch. Nahrung: Er ist in der Lage Beutetiere bis zu 5 Kilo zu "tragen". Seine Beutetiere sind: "Murmeltiere, Schneehasen, Birk- und Auerhühner, Gams- u. Rehkitze aber auch Fuchs, Marder und geschwächte Tiere". Nicht unerheblich ist der Fallwildanteil an seiner Beute. Ein Steinadlerpaar das einen Jungadler aufzieht benötigt in einem Jahr etwa 270 kg Beute. Bezogen auf seine Reviergröße (35 -150 Quadratkilometer ( 1 Quadratkilometer = 100 ha )ist der Einfluss des Steinadlers auf seine Beutetiere gering. Das Murmeltier ist beispielsweise seine Sommernahrung in den Alpen. Nutzt niedrigen Suchflug und Ansitzjagd. Der Steinadler kann maximal 5 kg heben, so daß er größere Beute erst zerteilen muß oder er beläßt sie an Ort und Stelle und sucht sie über eine längere Zeit immer wieder auf. Fortpflanzung: Der Steinadler wird erst im fünften oder sechsten Lebensjahr fortpflanzungsfähig und lebt von da an in DAUEREHE . Jedes Paar pflegt mehrere Horste (bis zu zwölf), die sie abwechselnd benützen. Man darf daher aus der Zahl der Horste nicht auf die Zahl der Adler schließen. Die Horste sind in der Regel unterhalb der Jagdgebiete angelegt, da es für die Vögel naturgemäß leichter ist, die schwere Beute ab- als aufzutransportieren. Die Horste werden im Gebirge an Felswänden in Regengeschützten Nischen, meist für den Menschen kaum zugängig, angelegt, in der Ebene, wo der Adler in Mitteleuropa schon lange nicht mehr brütet, in der Krone hoher, alter Bäume. So ein Horst, der aus groben Ästen und Reisern besteht, wird bei jeder Benützung weiter ausgebaut, so daß er im Laufe der Jahre zu einer ansehnlichen Burg von 2 m Durchmesser und mehr als 1 m Höhe werden kann. Schon im Februar, März belegt das Weibchen die warm ausgekleidete Nestmulde mit ein bis zwei Eiern. |
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Foto: Tierzoo Innsbruck |
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