BERICHT 02: Passjagd die begeistert
Mittwoch der 18.01.2012, es war bereits nach 21.30 Uhr als ich Daheim in mein Auto stieg.
Mein Ziel war nach kurzer Fahrt erreicht, diesmal stand der Jeep vom Schafzüchter nahe beim Stall, so konnte ich mein Fahrzeug in die Ideale Position zum Luderplatz stellen.
Im Stall war das Licht noch an, somit war der Bauer noch am arbeiten.
Schnell warf ich noch die Fuchsbremse ( Hundetrockenfutter) über den Bach, um dann ein Besuch im Schafstall zu machen.
Die Stalltür war noch nicht recht offen, vernahm ich den Bauer; ja der arme Fuchsjäger kommt, dieses Jahr bist du noch ganz flach, meinte er.
Nach einem gemütlichem Schwatz meinte er, jetzt wolle er sich um sein leibliches Wohl kümmern. Er habe seine Arbeitsschicht erst um 21.00 Uhr beendet und somit noch kein Abendbrot genossen.
Mit einem Waidmannsheil verließ er mich, ich bat ihn noch das Licht vor dem Hauseingang auszumachen, ansonsten meine Freunde nicht zum Luderplatz kämen.
So machte ich es mir eingemummt auf dem Rücksitz meines Jeeps gemütlich, mein Kombinierter Blaser im Kalieber 5.6/50 und 16 Schrot lehnte am abgepolsterten Hinterfenster.
Es war jetzt 21.50 Uhr,  mit dem Radio im Ohr gönnte ich mir einen Schlummermoment.
Ein Stück vom A. Gabalier weckte mich, bin total begeistert von seiner Musik.
Drüben, beim Luderplatz bewegte sich ein schwarzer Punkt, der Kontrollblick durchs Glas bestätigte mir, ein Roter war voll in der Fuchsbremse geraten.
Glas beiseite und Kombinierte in den Anschlag, mit dem Leuchtpunkt bereits auf dem Schurken spannte ich die Blaser. Bin ich auf  dem rechten Abzug, ja passt. Da der Schurke keinen verdacht geschöpft hatte konnte ich warten bis er breit stand, dies dauerte, ich dachte mir dass doch in meiner Richtung auch noch Futter umherliegen musste, scheinbar hat er das mitbekommen, denn jetzt machte er Anstalten zu wenden. Na also, die 16 er Ladung Rotweilerschrote 4 mm nagelte ihn an Ort und Stelle fest.
Nichts mehr zu sehen, denn er lag hinter einer Schneewähe.
Das hat ja gepasst, Nr. 48 an diesem Luderplatz in 4 Jahren war erlegt.
Es war erst kurz nach 23.00 Uhr, somit viel zu früh um nach Hause zu gehen.
Heute wollte ich endlich wieder einmal einen Marder erlegen, der Bauer hatte mir schon mehrmals berichtet das er einen schon mehrere male gesichtet hätte.
In den letzten Tagen hatte ich ebenfalls Weinbeeren mit Puderzucker am Bachufer ausgelegt, die dann am andern Morgen auch immer weg waren, Marder hatte ich aber nie gesichtet. Gestern auf der Heimfahrt ging bei mir jedoch ein Lichtlein auf. Ich hatte einen Marderschutz in meinen Jeep einbauen lassen, nachdem mir die Kabel von Mardern angefressen wurden, und von der Voralpe nicht mehr runter konnte. Wenn die Zündung also aus war, wird der Marderschutz aktiviert.
Also Zündung rein und die Lichter die im Innern aufleuchten abdecken. Wieder liess ich mich zurück und entspannte mich.
Kurz vor 24.00 Uhr verlängerte ich meine Passzeit bis viertel nach. Nichts tat sich, muss ja zufrieden sein mit einer Rotjacke, um viertel nach hängte ich mein Glas über die Rückenlehne des Beifahrersitzes und wollte aussteigen um die Rotjacke zu bergen. Eine Bewegung beim Suoneabgang liess mein Vorhaben stoppen. Automatisch war der Spiegel wieder in der Hand, ist es die Hauskatze, oder ist tatsächlich ein kleiner Räuber in der Fuchsbremse. Da die Stallkatze vom Bauern ebenfalls dunkel ist wollte ich auf ganz sicher gehen, denn die hatte ich vorhin im Stall noch gestreichelt. Da ein Aufstellen, kein Zweifel mehr es war ein Marder.
Glas beiseite und die BBF in den Anschlag, abermals erledigte die Ladung Rotweiler die Arbeit.
Jetzt gab es aber keinen Aufschub mehr, die Beute bergen und dann Heim in die Federn, um sechs in der Früh meldet sich wieder der Wecker.
Da sich über dem Bach nichts mehr regte konnte ich die Waffe entladen und im Kofferraum, wie vorgeschrieben verstauen.
Um trocken an die Beute zu gelangen musste ich über die Kleine Brücke.
Normalerweise kam mir das Geländer bis zu den Hüften, jetzt viel mir erst recht auf wie viel Schnee das lag. Denn der Schnee der inzwischen gefroren war und mich trug, überragte das Geländer noch um ca. 20 cm.
Um 01.00 Uhr war ich dann Zuhause angekommen, begrüsst vom Zicco der eifrig begann mich zu beschnuppern, so jetzt aber ab in die Federn.
Beide Räuber wurden dann am nächsten Abend von mir abgebalgt.
 
Waidmansdank!

 

 

                                                                                                                      Bericht und Foto: Kari Schmid

 

 

 

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