| BERICHT 84: Gamsjagd in Tirol |
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Endlich war es soweit der 29. Oktober war gekommen, dieser lang ersehnter Tag. Eigentlich wollte ich in Tirol auf eine Steingais Weidwerken , doch bereits einige Tage zuvor war es klar , nachdem ich mit dem Revierjäger telefoniert hatte musste ich dies Hoffnung begraben. Dieses warme Oktober ende verleitet das Steinwild die höchsten Gipfel und Grate zu erklimmen , sodass sie für mich unerreichbar wurden. Doch rasch entschloss ich mich dies Reise nicht abzusagen , sondern stattdessen auf Gams zu jagen, zumal ich ja bereits mit 3 weiteren Kollegen und auch meinem Vater alles ausgemacht hatte. So jagten wir eben alle auf Gams. Bereits früh morgens machten wir uns auf den weg zu unseren Nachbarn wo wir wie geplant um halb 8 Uhr morgens eintrafen. Schnell machte ich mich mit dem Oberjäger und den Begleitern bekannt , den für meine Kollegen war es nicht das erste mal in diesem Revier. Ich packte meine Sachen in den Jeep meines Begleiters , und es ging hinauf zu einer Alm . Dort angekommen strichen bereits die ersten Sonnenstrahlen über die Berge , wir packten unsere Sachen und marschierten Tal einwärts .
Wir beobachteten eine Zeit lang die Szenerie und machten uns weiter auf den Weg. Immer wieder sahen wir etwas kleiner Rudel , aber die Böcke hatten sich wohl noch nicht da zugesellt. Nach einer weiteren 1,5 Stunden waren wir nun kurz unterhalb des Grats, der unser Ziel sein sollte mein Begleiter hatte in den Tagen zuvor dort mehrmals 2 für mich passende Stücke ausgemacht. Als der Grat einsehbar wurde machte mich mein Begleiter auf 2 Böcke aufmerksam die ca. 350 m oberhalb Standen ich nahm mein Glas und hatte wie es der Zufall wollte zuerst nicht die Böcke im Blick sondern eine alte Kapitale Steingais mit ihrem Kitz die sich etwa 50 m oberhalb der Böcke befanden. Wir nahmen unsere Spektive zur Hand und versuchten die beiden Böcke zunegst aus der Entfernung anzusprechen um dann weiter zu entscheiden. Erst jetzt viel uns diese Wunderschöne Szenerie auf . Oberhalb der Böcke hatten sich auf den Grat 5 Steingaise mit ihren Kitzen nieder getan . Nur kurz waren wir abgelenkt , zumal keine der Gaisen jagdbar war viel unser Augen merk wieder auf die Böcke . Im Spektiv konnte man klar erkennen, das der linke der beiden Böcke der richtige für mich war.
Der Entschluss stand fest , wir machten uns in gebückter Haltung bergaufwerts um näher heranzukommen, nach einigen Metern war ein passender Platz ausgemacht. Ich bereitet mich vor während mein Vater und mein Begleiter die Böcke beobachteten. Der Entfernungsmesser zeigte knappe 250m an.
Ich stellte die Entfernung auf meine Ballistikturm ein und bereitet mich zum Schießen , vor zumal die Böcke bereits leicht unruhig wurden. Mein Begleiter , bestätigte mir das es weiterhin der linke sei , schnell hatte mein Fadenkreuz den gesuchten erfasst , er stand breit und ich ließ die Kugel fliegen. Bereits im Glas konnte ich erkennen wir der schwarze Wildkörper zusammenbrach.
Ich sagte nur zu ihm : „ Der kugelt oer „. Mein Vater und er beglückwünschten mich zu diesem gelungenen Abschuss. Es war ein 4-jähriger Bock mit ca. 30 kg. Wir bargen das Wild und brachten es zu dem Platz wo wo ich aus geschossen hatte. Erst jetzt war uns aufgefallen das das Steinwild immer noch über uns stand , der Schuss schien sie nicht zu beunruhigen. Wir gaben dem Stück den letzten Bissen und liesen den Vormittag mit einer kleinen Mahlzeit ausklingen immer wieder konnten wir dabei das treiben des Steinwildes beobachten. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg ins Tal wo bereits meine Kameraden die auch allesamt Weidmannsheil hatten warteten. Es wurde kräftig gefeiert, wobei jeder von uns diesen wunderschönen Jagdtag nochmals Revue passieren lies.
Bericht und Fotos: Thomas Hofer – Revier Mareit |