|
Wie
im Bericht 60 beschrieben,
konnte der Steinbock am
03.09.2011 nicht erlegt werden.
Der nächste Angriff wurde auf
den folgenden Samstag am
gleichen Ort angesagt, der
ebenfalls ausser eines
Prachttages keinen Erfolg
brachte.
Nach vier weiteren erfolglosen
Versuchen im Gredetschtal nach
der Hochjagd, wurde es langsam
Eng. Auf keinen Fall wollte ich
auf den Steinbock verzichten,
aber am 22.Okt. würde die Zeit
ablaufen und die ausgelosten
Abschüsse würden verfallen.
Jedoch wollte ich die Niederjagd
am Dienstag und Samstag nicht
verpassen, den einen Rehbock
hatte ich ebenfalls keinen vor
die Flinte bekommen.
Jagdkollege Toni meinte ich
solle doch dem Hilfswildhüter
Egon anfragen ob er einen
passenden Steinbock für mich
wüsste.
So
meldete ich mich am Sonntagabend
beim Hilfswildhüter Egon Heinen.
Er konnte mir von der Hochjagd
her einen für mich passenden
Steinbock oberhalb von Finnen
bestätigen. Ob dieser jedoch
noch da wäre konnte er mir nicht
versichern, waren doch schon
zwei Wochen wieder verstrichen.
Wir verabredeten uns für den
Montagabend nach der Arbeit.
Voller Hoffnung holte ich nach
der Arbeit am 17.10.2011 gegen
17.00 Uhr Egon in Lalden ab, es
war Beeilung angesagt, um 19.00
Uhr war um diese Jahreszeit kein
Büchsenlicht mehr.
In
Finnen angekommen schmolz meine
Hoffnung, flog doch unweit des
Einstandes des Steinbockes ein
Helikopter Stämme aus dem Wald,
nach kurzem abglasen des Hanges
meinte Egon dass die Zwei, Bock
und junge Geiss möglicherweise
weiter nach Unten gewechselt
hätten, um dem krach des
Helikopters zu entfliehen, also
wieder ins Auto und Retour. Auf
dem angesagten Platz angekommen
hatten wir bald einmal Gämse im
Anblick. Gegen 18.15 Uhr machte
der Helikopter Pilot endlich
Feierabend.
Um
18.30 Uhr trat auch das
Steinwild zur Äsung aus.
Schnell musste es jetzt gehen,
zurück zum Auto wieder hoch nach
Finnen, die Flurstrasse im
Eilmarsch, den Hang mit seinem
lockeren Gesteinsmassen
vereinfachte das schnelle
Angehen des Wildes ebenfalls
nicht. Als wir ungefähr auf der
Höhe des Wildes angekommen
waren, ließ mich Egon
vorausgehen. Langsam und
möglichst ohne Krach pirschte
ich zur nächsten Felskante,
nichts war zu sehen, vorsichtig
überquerte ich eine Felsplatte,
30 m schräg ob mir erblickte ich
zwei gleichmässige Äste die aus
den
|
|
|
|
Wachholderstauden
ragten, beim nächsten aufblicken
fehlten diese, dass war die
Geiss, durchfuhr es mich wo war
der Bock, von hinten flüsterte
mir Egon zu, dass der Bock links
stehe, Träger und Haupt konnte
ich im Zielfernrohr erblicken,
zu späht die Beiden suchten ihr
Heil mit zwei drei Fluchten nach
oben, der Bock voran, den
nächsten Stein erreichte er
nicht mehr, meine Kugel hatte
Ihn davon abgehalten.
Waidmannsheil meinte hinter mir
Egon, dass war knapp meinte ich,
zum einen wegen der Sicht, zum
andern wenn die Zwei nach Unten
geflüchtet wären, ich
wahrscheinlich nicht mehr zum
Schuss gekommen wäre.
Mit einem Jutzer teilte ich der
Umgebung meine Freude über den
gelungenen Abschuss mit.
Ich hörte wie Egon dem Wildhüter
Ruppen Meldung machte, Bock um
18.50 Uhr erlegt. Schnell wurden
ein paar Fotos geschossen,
wieder war Eile angesagt, die
Rotarbeit verrichtet, es
dämmerte bereits, den Flurweg
wollten wir erreichen bevor die
Dunkelheit hereinbrach.
Wie mir Egon schon im voraus
gesagt hatte, der Bock war gut
veranlagt, wog ausgenommen 30
Kg, das Schwert links mass 32
cm, das Rechte 30 cm die Auslage
konnten 25 cm gemessen werden.
Glücklich, nach einigen
Pirschgängen und sechs Kilo
weniger an mir, endlich den
langersehnten Jagderfolg feiern
zu können, kehrten wir ins Rest.
Egga um mit der Hausspezialität,
einer Käseschnitte und einem
Glas Wein , das Erlebte nochmals
Revue passieren zu lassen.
So
ist nun einmal die Jagd, da
läuft man sich die Füsse halb
wund und anderseits geht's dann
fast von selbst
Nochmals ein Waidmannsdank an
alle Jagdkollegen die mich auf
den Pirschgängen begleitet
haben.
Ebenfalls dem Egon Waidmannsdank
für die erfolgreiche Führung.
|
Bericht und Fotos: Kari Schmid (CH)
|