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Die
Raufußhühner haben es mir besonders
angetan. Es fasziniert mich, wie
diese Hühnervögel sich im Laufe der
Evolution an die teils extremen
Bedingungen im Hochgebirge angepasst
haben. Die Frühjahrsbalz des großen
und kleinen Hahns sind für mich
immer ein absolutes Muss in der
Hoffnung ein paar tolle Fotos
schießen zu können. In der
Schusszeit des Birkhahns tausche ich
den Fotoapparat natürlich gegen
meine Büchse. So auch am letzten
Montag, als ich bereits um 5.30 Uhr
zur Spielhahnjagd aufgebrochen bin.
Der Aufstieg durch den Wald war
nicht sonderlich schwer und der Mond
leuchtete mir den Weg aus, so dass
ich auf meine Stirnlampe verzichten
konnte. Unterhalb des Balzplatzes
angekommen wechselte ich mein
durchnässtes T-Shirt und zog mich
warm an. Nun hieß es warten bis es
langsam Tag wurde. Ausgerüstet mit
Russenkappe und Handschuhen konnte
mir der kalte Bergwind nichts
anhaben und so suchte ich mit
ruhiger Hand die Bergflanke nach
Birkwild ab. Als es schon lange Tag
war begannen die ersten Hahnen zu
balzen. Ich war gerade dabei
festzustellen aus welcher Richtung
der Gesang kommt, als ich oben am
Berghang einen Vogel auf einer
alten Zirbe einfliegen sah. Das war
mit Sicherheit kein Tannenhäher! Ein
Blick durchs Spektiv brachte
Gewissheit – ein Spielhahn! Jetzt
hielt mich nichts mehr. Ich maß kurz
die Distanz, machte mir eine Auflage
und draußen war der Schuss. Im
Zielfernrohr sah ich wie der Hahn
Purzigagl den Ästen entlang zu Boden
kullerte. Das müsste passen dachte
ich mir und machte mich auf zum
Anschuss. Am Fuße der alten
knorrigen Zirbe konnte ich meinen
Hahn nun in den Händen halten. Bei
so einen gelungenen Abschuss und
herrlichstem Herbstwetter schmeckt
der Holbmittog doppelt so gut.
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Ein
schöner Jagdtag bei uns in den
Alpen, welcher in Schweden nicht
schöner sein könnte.
Weidmannsheil noch den Hahnenjägern! |
Bericht und Fotos:
Franz Müller, Jagdrevier Schnals
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