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Ich
hatte im August mehrmals eine
schlecht veranlagte, zwei jährige
Gamsgeiß im Anblick. Bereits des
öfteren habe ich mit meinem Vetter
„Mike“ versucht die Gämse zu
erlegen. Leider war das besagte
Stück immer wenn mich ein Jäger
begleitete nicht auffindbar. An
einem wunderschönen Abend im
September haben wir es uns wieder
einmal auf einem Hochsitz bequem
gemacht um nach Gamswild Ausschau zu
halten. Eine Geiß mit Kitz äste
bereits in der Steilen Lichtung und
etwas unterhalb lag eine starke Geiß
in der letzten Sonne und kaute das
zuvor aufgenommene Futter ein. Die
Geiß war sehr stark in der Krucke
und wenn wir Sie nicht schon aus
letzteren
Jahren kennen würden, hätten wir sie sicher mit einem Bock
verwechselt. Gute Auslage ,gute Höhe
runde ,dicke Schläuche und gehaggelt
wie ein Bock. Noch im letzten Jahr
führte die Geiß ein Kitz und wir
vermuteten das wird sie wohl auch
dieses Jahr machen. In dem Hohen
Gras war es sehr schwierig überhaubt
etwas zu erkennen . Unsere einzige
Changse war die Salzung. Dort stehen
die Gämsen frei und von unten hat
man normalerweise einen guten
Einblick auf Gesäuge oder
Kurzwildbrett. Mike hatte in den
Himmberstauden einen weiteren Gams
ausmachen können. „Wahrscheinlich a
Jahrling,“ waren seine Worte und
schon richtete er eine Auflage für
seinen Repetierer, während ich
versuchte das Stück in den Auszieher
zu bekommen. Es war
ein schwacher Jahrling und bei der
ersten Möglichkeit trug Mike dem
Wild eine tödliche Kugel an. Die
Gämse brach im Feuer zusammen und
die restlichen flüchteten in alle
Richtungen aber beruhigten sich bald
wieder. Wir blieben sitzen und
unsere Ruhe wurde wenig später
belohnt. Die vorhin erwähnte Geiß
zog jetzt an die Salzung und zu
unserer Verwunderung führte sie kein
Kitz...schade. Nach der Bergung und
der roten Arbeit überreichte ich dem
Vetter den Erleger Bruch mit einem
herzlichen Weidmannsheil und
gratulierte Ihm zu dem schnellen und
sauberen Schuss. Mir machten Meldung
und der ein und andere Jäger kam
noch zu uns auf den Hof um den
Abschuss zu begutachten und dem
Jäger und seinem Begleiter ein
Weidmannsheil auszusprechen.
Natürlich wurde auch ein Bierchen
geköpft und um Mitternacht nochmals
der Grill angefeuert.
Bericht und Fotos:
Christian Lindner, Revier Montan
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