BERICHT 73: Gamsabschuss im Revier Montan

Ich hatte im August mehrmals eine schlecht veranlagte, zwei jährige Gamsgeiß im Anblick. Bereits des öfteren habe ich mit meinem Vetter „Mike“ versucht die Gämse zu erlegen. Leider war das besagte Stück immer wenn mich ein Jäger begleitete nicht auffindbar. An einem wunderschönen Abend im September haben wir es uns wieder einmal auf einem Hochsitz bequem gemacht um nach Gamswild Ausschau zu halten. Eine Geiß mit Kitz äste bereits in der Steilen Lichtung und etwas unterhalb lag eine starke Geiß in der letzten Sonne und kaute das zuvor aufgenommene Futter ein. Die Geiß war sehr stark in der Krucke und wenn wir Sie nicht schon aus letzteren Jahren kennen würden, hätten wir sie sicher mit einem Bock verwechselt. Gute Auslage ,gute Höhe runde ,dicke Schläuche und gehaggelt wie ein Bock. Noch im letzten Jahr führte die Geiß ein Kitz und wir vermuteten das wird sie wohl auch dieses Jahr machen. In dem Hohen Gras war es sehr schwierig überhaubt etwas zu erkennen . Unsere einzige Changse war die Salzung. Dort stehen die Gämsen frei und von unten hat man normalerweise einen guten Einblick auf Gesäuge oder Kurzwildbrett. Mike hatte in den Himmberstauden einen weiteren Gams ausmachen können. „Wahrscheinlich a Jahrling,“ waren seine Worte und schon richtete er eine Auflage für seinen Repetierer, während ich versuchte das Stück in den Auszieher zu bekommen. Es war ein schwacher Jahrling und bei der ersten Möglichkeit trug Mike dem Wild eine tödliche Kugel an. Die Gämse brach im Feuer zusammen und die restlichen flüchteten in alle Richtungen aber beruhigten sich bald wieder. Wir blieben sitzen und unsere Ruhe wurde wenig später belohnt. Die vorhin erwähnte Geiß zog jetzt an die Salzung und zu unserer Verwunderung führte sie kein Kitz...schade. Nach der Bergung und der roten Arbeit überreichte ich dem Vetter den Erleger Bruch mit einem herzlichen Weidmannsheil und gratulierte Ihm zu dem schnellen und sauberen Schuss. Mir machten Meldung und der ein und andere Jäger kam noch zu uns auf den Hof um den Abschuss zu begutachten und dem Jäger und seinem Begleiter ein Weidmannsheil auszusprechen. Natürlich wurde auch ein Bierchen geköpft und um Mitternacht nochmals der Grill angefeuert.

                                                                                    

                                                                                                        Bericht und Fotos: Christian Lindner, Revier Montan

 

 

 

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