| BERICHT 72: Der Alte von der Mittagscharte |
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Bei der Heurigen Vollversammlung hatte mein Vater das Glück einen von 3 Gamsbockabschüssen in unserem Revier zu gelost zu bekommen. Zumal mein Vater in unserem Revier als Gamsbegleiter tätig ist, war es mir auch möglich als Begleiter zu fungieren. Obwohl der 01. August bereits seit langem gekommen war, hatte mein Vater keine eile den Abschuss zu tätigen, zumal er gerne in der Brunft auf einen Gamsbock jagen wollte. Doch wie der Zufall so spielt, trafen wir Mitte August mit noch 2 Jägern an unserer Jagdhütte zusammen und glasten zufällig den steilen dicht bewachsenen Steilhang vor der Jagdhütte ab. Dort plötzlich wurden wir auf einen Gamsbock aufmerksam der dicht unter des Grats zog. Schnell wurde das Respektive herausgezogen und der erste Eindruck durch das Fernglas täuschte nicht. Es handelte sich um einen alten, starken und reifen Bock dessen Krucken stark pechig waren. Es war ein beeindruckender Anblick. Der Entschluss meines Vaters stand fest, dieser sollte es sein. Um die Geschichte zu verkürzen nach einigen Erfolglosen und spannenden Jagdgängen bei den wir mehrmals auf nächster Nähe am Dicht bewachsenen Berggrat am Gamsbock dran waren gelang es uns nicht ihn zu erlegen. Doch dann kam der 03.09. Es war ein wunderschöner Samstag und wir wollten ein letztes mal probieren auf diesen alten Bock zu Waidwerken. Im Morgen grauen machten wir uns auf den Weg und saßen uns an einem Wechsel am Bergrat an, den der alte gern benutzte. Es war gerade 7:20 und wir hatten bereits wenig Hoffnung heute noch erfolgreich nach Hause zurückzukehren. Da wie aus dem nichts wechselte der Gesuchte an, es war mir gar nicht aufgefallen, da ich gerade hinter mich blickte. Der Bock war ca. 50m vor uns und mein Vater hatte nur die Möglichkeit freihändig zu schießen anderenfalls würde er uns bemerken dachte ich. In diesem Moment sah ich wie mein Vater meine Blaser R93 im Kaliber .308 in Anschlag nahm. Hoffentlich vergisst er nicht zu spannen, schoss es mir durch den Kopf, da brach bereits der Schuss und der Bock lag im Feuer. Wir vielen uns in die Arme und freuten uns über den glücklichen Ausgang der Jagd. Als wir am Bock standen konnten wir trotz stark pechiger Krucken die 9 Jahre deutlich ablesen. Der Bock wog nachher aufgebrochen 33 kg, nach der roten Arbeit machten wir uns auf den Heimweg. An der Jagdhütte angekommen wurde kräftig gefeiert, wobei wir diesen wunderschönen Jagdtag nochmals Revue passieren liesen und im bei sein einiger Jagdkollegen das Weidmannsheil meines Vaters feierten.
Bericht und Foto: Thomas Hofer – Revier Mareit |