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An
einem Freitag im August hatte ich
mich mit dem Revierleiter vom
Jaufental bereits am frühen Morgen
auf einen Pirschgang verabredet.
Grund dafür war der Gamsjahrling –
Abschuss vom Südtiroler Jagdportal,
welchen ich im letzten Jahr bei den
Jagderzählungen gewonnen hatte. Mit
dabei war die Elisabeth und
pünktlich um 5.30 Uhr standen wir
vor dem Haus des Revierleiters
Walter. Kurze Begrüßung, ausstellen
der obligatorischen Tageskarte und
dann Aufbruch ins Revier. Mit dabei
war auch der Jäger Christian. Eine
Stunde Aufstieg und wir befanden uns
in einem Kessel mitten im Tal, aus
welchem wir nun die umliegenden
Hänge abglasten. Immer wieder
tauchten Gämsen auf und gegen 9.00
Uhr hatten wir bereits 28 dieser
eleganten Kletterer ansprechen
können. Leider, zu unser aller
Verwunderung, war kein Jahrling
dabei. Erst mal Holbmittog und dann
ging es auf zum Gipfel. Morgens war
es kalt, zu Mittag heiß und am Abend
fing es auch noch zu regnen an. Die
Runde die wir aber im Revier gemacht
hatten war nicht nur anstrengend,
sondern traumhaft schön. Am Abend
verabschiedeten wir uns dann von
Christian und ließen den Walter
zurück zu seinen neugeborenen
Zwillingen. Zeitgleich, also das
selbe Wochenende, versuchte der Kari
Schmitt sein Glück im Pfossental. Am
Samstag ereilte mich dann die
Nachricht er habe Jagdglück gehabt
und telefonisch wünschte ich ihm
noch ein Weidmannsheil. Sonntag
Morgen und ich stand wieder
pünktlich am Eingang des Jaufentals.
Diesmal in Begleitung von Herbert
unserem Jungjäger. Eine ganze Gruppe
Jäger erwartete uns bereits und dann
ging die Fahrt hinauf bis zum „Penserjoch“
wo wir einem Grad entlang ins Revier
einstiegen. Traumhafte Kulisse,
schönes Wetter und nette Leute. Auf
einem Felsen, an dessen Namen ich
mich nicht mehr erinnere, machten
wir Rast und hielten Ausschau nach
Gämsen. Wir konnten riesige Flächen
und Täler überblicken und an Anblick
fehlte es keineswegs. Nur keine
Jahrlinge! Walter, der Revierleiter
blieb gelassen. Immer wieder fand er
eine neue Gämse welche wir dann
aufgeregt ins Spektiv nahmen und
versuchten anzusprechen. In der
Zwischenzeit beobachteten Herbert
und ich die Murmeltiere, welche in
der ersten Morgensonne faul auf
ihrer Schwarte lagen. Um 9.00 Uhr
machten wir Brotzeit und etwas
Jägerlatein war natürlich auch mit
dabei. Ich war als erster fertig und
schlich mich wieder an den Vorsprung
um nach Gämsen Ausschau zu halten.
Ich suchte die Kanten ab, in der
Hoffnung, dass vielleicht von hinten
irgendwo ein Rudel Gämsen aufsteigen
würde und: da waren sie. Erst einer
dann zwei und dann auch noch ein
dritter. Ein Blick durch den
Auszieher und ich schlug Alarm.
Endlich waren sie da unsere
Jahrlinge die wir jagen wollten.
Walter beriet sich noch kurz mit den
anderen Jägern und dann brachen wir
auf. Das Rudel befand sich nämlich
außer Schussweite und jetzt mussten
wir sie erst mal angehen. Gar nicht
mal so einfach in dem Gelände. Aber
durch die super Führung von Walter
standen wir eine halbe Stunde später
nur noch ein paar hundert Meter vom
Rudel entfernt. Dann ging alles
relativ schnell. Walter hatte mir
einen ausgesucht der passen würde
und ich machte mir eine Auflage
zurecht. Es kam bereits wieder
Bewegung in die Gämsen, welche bis
dahin ruhig ästen oder sich nieder
getan hatten. Steil nach unten trug
ich nun dem Schwächsten in der
Gruppe den Schuss an. Wenig später
standen wir am erlegten Jahrling und
erfreuten uns an dem gelungenen
Abschuss. Professionell und sehr
weidmännisch wurden dann
dem
Erleger und Begleiter- Brüche
überreicht und ein Foto fürs Album
geschossen. Dann kam der
schwierigere Teil des Tages. Der
Abstieg!! 2,5 Stunden ging es steil
nach unten. Der Gams im Rucksack
drückte ganz schön auf die Füße und
im Tal angekommen war nicht nur ich,
sondern alle froh endlich den
Abstieg hinter uns zu haben.
Bei
einem Kuchen und einem Bierchen beim
Revierleiter Walter und seiner
Familie ließen wir alles |
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noch
mal Revue passieren bevor wir die
Heimfahrt angingen. Es war ein
traumhaftes Wochenende und eine
super Erfahrung, in solch einem
schönen Revier wie dem Jaufental zu
jagen. Dem Revierleiter und seiner
Mannschaft nochmals ein herzliches
Vergelt's Gott dafür. Auch dem
Südtiroler Jagdportal für den
Abschuss nochmals ein Dankeschön.
Weidmannsheil
Bericht und Fotos:
Lindner
Christian Montan
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