BERICHT 39: Mein erster Abschuss im Jagdrevier Mareit

Bis jetzt hatte ich einige Einladungen um auf die Jagd in fremden Revieren zu gehen.

Es waren alles sehr schöne Erlebnisse, von denen ich keines missen möchte.

Letztes Jahr, konnte ich aus gesundheitlichen Gründen, meine mir zugeteilten Abschüsse im eigenen Revier nicht tätigen.

Heuer durfte ich auf den T-Bock!

Der 01. August kam schneller als gedacht und mein Jagd- und Arbeitskollege Christian bot mir an, mich zu begleiten.

Ich nahm das Angebot gerne an, denn ich bat ihn, mich das Aufbrechen zu lehren!

Gesagt, getan, am 01. August um 04.30 Uhr hockten wir bereits an unserem Ansitzplatz.

An diesem Morgen, dauerte es lange, bis es ein wenig aufhellte, da der ganze Himmel wolkenverhangen war.

Alles wurde vorbereitet, Auflage, Spektiv, usw. bis 08.30 Uhr tat sich gar nichts, wir hatten keinen Anblick.

So, sagte Christian, jetzt essen wir mal was und danach suchen wir einen anderen Ansitzplatz auf.

Als ich anfing, meinen Rucksack zu leeren, sah ich, dass meine Schuhe und Hose voller Kuhmist waren.

Wenn ich es gewollt hätte, wäre es mir nie gelungen, in diese ganzen Kuhfladen zu treten, die den Weg zum Ansitz säumten.

Büchse, Spektiv und Fernglas wurden gegen Speck, Wurst und Käse ausgetauscht.

Wir ließen es uns schmecken, denn wir waren beide ohne Frühstück aufgebrochen.

Nach ca. 10 Minuten, ich kaute gerade an einem Stück Speck herum, sagte Christian, da unten steht eine Geiß.

Mir blieb fast der Bissen im Halse stecken, denn ich war gedanklich schon auf dem anderen Ansitz.

Ich nahm ganz langsam meine Büchse und versuchte die Geiß ins Visier zu kriegen.

Passt es, fragte Christian leise, ja passt!

Auf diesem Ansitz hatten schon einige Jäger gefehlt, da es etwas steil nach unten geht.

In diesem Moment war auch schon der Bock da!

Unsere Utensilien wie Spektiv, Auflage usw. lagen jetzt auf Wurst, Speck und Brot.

Ich nahm den Bock ins Visier, während Christian mit seinem Spektiv zugange war.

Wenn du willst kannst du ihn schießen und lange konnte ich   nicht überlegen, denn er zog weiter.

Der Schuss brach………Weidmannsheil schrie Christian und ich sah die Freude in seinem Gesicht.

Weidmannsdank gab ich zur Antwort und begann etwas verdattert die Anschussstelle abzuglasen.

Da lag er, da, wo er zuvor gestanden hatte.

Jetzt können wir die Jause so richtig genießen sagte Christian, ich musste mich aber noch ein wenig beruhigen, bevor ich wieder genüsslich zulangte.

Noch mit einem Schnäppschen angestoßen und dann stiegen wir gemeinsam in den Graben, um den Bock zu holen.

Ich hatte einen guten Schuss angebracht.

Der Bock war jung und ich erwies ihm die letzte Ehre, ich bat meinen Begleiter um Verständnis, wenn ich dafür etwas länger brauche als Andere, aber für mich gehört das einfach dazu.

Es dauerte eine ganze Weile, bis wir ihn dann aus dieser Senke auf die Anhöhe gebracht hatten.

Wir fuhren zu unserer Jagdhütte, wo ein sauberes Bächlein fließt und dort zeigte mir Christian das richtige Aufbrechen in langsamen Schritten.

Kaum hatten wir mit der roten Arbeit begonnen, kamen schon die ersten Jagdkollegen, da sie den Schuss vernommen hatten.

Benedikt und Erich, beide wünschten mir ein herzliches Weidmannsheil.Es wurden noch ein paar Fotos gemacht und im Laufe des Tages gesellten sich immer mehr Jagdkollegen dazu und wir feiertenzusammen bis in den späten Abend.

 

Weidmannsdank Christian für deine Begleitung und deine Bemühungen!

 

Weidmannsheil

 

                                                                                                                                         Bericht und Fotos: Rosmarie Kofler

 

 

 

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