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Di
Jogg afn Brunfthirsch; für mi foscht die
schienschte und sponnendschte. Leschtn
Herbscht onni noch 4 Johr wortn wiedr
geterft afn T-Hirsch gien. Leidr isch genau
de Zeit bi mir mit viel Orbit und wenig
Freizeit vrbundn.
Decht ots mi, kaum homkemmin, in Berg
auigizogn. A wenn Znocht net viel Zeit
bleib, zumindescht binni draußn gwedn und on
mein Glick probiert!
On vor dr Jogg a pour Pirschgänge gmocht, so
onne gwisst wo sich is Rotwild ungefähr
auholtit.
So binni donn in 30. September um 6e af
Nocht no gstartet und on a Platzl augsuecht,
wosimr Touge drvor schun amol ongschaug on,
hoch und unwegsom ischs gwedn. A net letzr
Plotz um afn Hirsch zi passn, auholtn tuet
ar se in der Gegend. Teifilisch ot man in
Hirsch gschpirt und mit zuigien onnimr
gidenkt:“Do kannts heint eppis wissen!“
Obr kurz drau binne donn zi an Rudl Hausgoas
kemmin, an a ruhigs weitarkemmin isch nimmar
zi denkn gwedn, zi gern attn se a Solz vi
mir kopp. „Oje wos ietz – hel awie wortn
vielleicht giense galling weitar“ onnimr
gidenkt. Und weil de Geslar asö longsom vi
mir fudrfressn heris nebm mir, hintr an
Tschoggl junge Feichtn krochn und olm wiedr.
Und durch de Tschuppn umme sige galing a
Moment eppi Rots! Mir schießts in Köpf :“Des
wert wöll net a Hiersch sein!“ Und af gach
sieg i ihn – dr Hirsch treib a Tier!!!! Lei
60 m seinse vi mir weck. Ietz ischs do is
Joggfiebr – und wie! „Wos ietz?“, zi viel
Bam sein mr in Weg. Schnell entschließ i mi
ibr an Groubm hintr mir awie tiefar
oizipirschn, nor siege bessar hintr de
Jungfeichtn aue. Oanzige Meglichkeit und de
were probiern zi nutzn!
Und bolle donn tiefar untn – in Rucksock
onne schu hintnglott – vi den Groubm
außarschleich, schaug me 80 m obr mir
kerzngiroud dr Hirsch ou! Bode seinmr
gstondn, starr wie Seiln! Lei is Haupt onne
vi ihm gsegn, sischt ischar gonz vin
Jungwoll vrdeckt gwedn. Long taurn se de
Sekundn, obr donn ottar kurz zrugggschaug
und is Haupt hintr an Larch kopp. Mein
Moment um di Bix unbemerkt in Onschlog zi
bringin. Aui mit dr Bix afn Jagarsteckn,
sponnin und mitn Glous in
Hiersch suechn! „Wennar
ietz an Schritt virargeht nor kriegin,
wennar oudrahnt isch nicht.“ Und af gach
mochtar an Schritt firrar und will
weitargien. Des isch ietz mei Moment um zi
mein Jagarglick zi kemmin! Is Fodnkreiz afs
Blott und schun otz gschnellt – in Glous
siege in Hirsch nö an tiefn Sprung firi
mochn und schun ischar widr in Jungwoll
vrschwundn. Kurz geht mr is Geschehene
durchn Köpf „Oukemmin binne guet – den ots!“
A kurze Zeit spetar here nö in den Waldl
öübm a krochn und a tiefis Röcheln. Und nor
nicht mehr – olls isch still. Mei Herz
schlogg – obr wie!!!
Is Beschte wert sein awe zuewortn, und
erscht spetar aui schaugn gien. I onnmr amol
a Zigrettl ougizundn und probiert zi
realisiern wos in di leschtn Minutn gongin
isch – donn onni meine Leit ouglietn und
drzeilt. Dr Kommentar vin Luis: „Bische lei
a Kolb“!
Meine Kollegn, mei Frau und dr Bartl oubm
gsogg sie kemmin und weils schu finstr
gwortn isch one entschiedn erscht mit ihmin
zi mein Hirsch auezigien - dr Bartl ot di
Hund mit, di sem findnin sichr gschwing.
Und asö ischs gweidn, lei a kurze
Todesflucht ottar no gmocht.
A riesige Frei onne kopp – und meine Leit
mit mir mit. Mit Ehrfurcht oubmr ihm in
leschtn Bissn gebm. Donn seinmr mitnondr nö
a Weil bin Hirsch ghuckt und bi an Flaschl
Wein onne ihnen logisch di Gschicht drzeilt,
vielleicht a zwomol!
Sponnendar und schienar konn i mr die
Hirschjogg net vörstelln, a Donk in olle de
mir gholfn oubm in Hirsch zi bergn und
logisch a drnouch awe zi feirn – hel khert
ofoch drzue.
Weidmannsheil
Bericht und Fotos:
Franz Spiess, Revier Sarntal |