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Ich
hatte wieder mal das Glück, eine
Jagdeinladung ins Ausland zu
erhalten.
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Es ging in die Pfalz,
genau gesagt, nach Sippersfeld.
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Am frühen Nachmittag
angekommen, wurden wir vom Stefan
Möndel herzlich begrüßt und jedem
Jäger wurde eine Kanzel zugeteilt.
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Man fuhr mich in die
Nähe der Kanzel und ich marschierte
zwischen einem Weizenfeld und einer
nicht bewirtschafteten Wiese in
Richtung Kanzel.
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Mein erster Jagdgang
ohne Begleitung, ich hatte ein
mulmiges Gefühl, noch dazu mit einer
fremden Büchse.
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Ich wollte die ganze
Nacht ansitzen und das tat ich dann
auch, von 17.00 bis 8.00 Uhr früh.
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Anblick gab es zur
Genüge, zu Schuss kam ich aber
leider nicht, denn Rehbock ließ sich
keiner blicken und das Ansprechen
der Schmalrehe, machte mir durch den
hohen Graswuchs große
Schwierigkeiten.
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Also ließ ich es
lieber bleiben!!!
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Am darauffolgenden Tag saß ich
wieder gegen 17.00 Uhr auf meiner
Kanzel, lange tat sich nichts, gegen
19.00 Uhr traten ein paar Rehgaißen
aus, die selbe Situation wie am Tag
zuvor, kein Rehbock und das
Ansprechen für mich mit dem hohen
Graswuchs unmöglich.
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Nach
weiteren 3 langen Stunden wollte ich
gerade meine Sachen zusammenpacken.
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Ich schaute nochmals
die Gegend ab und sah im Weizenfeld
eine Rotte Schwarzwild.
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Sie waren einfach da,
ich hockte immer leise in meiner
Kanzel, hatte aber gar nicht
bemerkt, dass sie ins Kornfeld
eingezogen waren.
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Mein Herzschlag
raste, was soll ich tun, ich nahm
die Büchse, schaute durch das ZF und
sah, dass ich noch genug
Büchsenlicht hatte.
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Ich versuchte
anzusprechen, für mich hatten sie
ungefähr alle die gleiche Größe.
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Schnell griff ich
nach meinem Handy, denn Walter saß
ungefähr 500 Meter entfernt auf
seiner Kanzel.
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Ich: „Die Sauen sind
da!“
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Er: “Was?“
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Ich: „Walter die
Sauen sind da, was soll ich tun?“
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Er: „Wer ist da?“
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Ich wollte schon mein
Handy an die Wand schmeißen!!!
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Ich: „Die
Wildschweine sind da Walter, was
soll ich tun?“
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Er: „Wie viele sind
es, und wie groß sind sie?“
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Ich: „ 6 Stück und
für mich etwa alle gleich groß!“
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Er: „Schieß!!!“
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Ich warf das Handy in
die Ecke, richtete nochmals die
Auflage und versuchte eines der
Stücke ins Visier zu kriegen.
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Nicht so einfach,
immer wieder schob sich einer vor
den Anderen.
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Wenn ich nicht bald
schieß dachte ich, sehe ich gar
nichts mehr.
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Ich ließ die Kugel
fliegen, alles was ich sah, war ein
roter Feuerball und dann
Stille……….einfach Stille………..
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Ich starrte weiterhin
in das Weizenfeld und wartete.
Inzwischen hat sich Walter, der auch
den Schuss vernommen hatte, auf den
Weg zu meiner Kanzel gemacht.
Unterwegs traf er auch Christian,
der uns gerade abholen wollte.
Walter berichtete Christian über das
Vorgefallene.
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Immer
noch starrte ich Richtung Anschuss,
nichts bewegte sich mehr. Ich sah
die Beiden auf mich zukommen, packte
meine Sachen zusammen und stieg die
Leiter herunter und wartete. Bei der
Kanzel angekommen, zeigte ich ihnen
die Richtung, in welche ich
geschossen hatte. Mit Taschenlampe
und Christian mit angeschlagenem
Gewehr, suchten wir das Weizenfeld
ab. Plötzlich ein Schrei von
Christian, Weidmannsheil Roswitha,
hier liegt die Sau. Hast einen super
Schuss angebracht…….so seine Worte.
Ich freute mich einfach rießig. Wir
wünschten uns gegenseitig ein
Weidmannsheil und verständigten den
Jagdaufseher Wolfgang, der bei der
Bergung behilflich sein sollte,
immerhin wog der Überläufer beinahe
50 kg und diesen mussten wir durch
ein Weizenfeld bis zum Auto ziehen.
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Sofort zurück zur
Jägerhütte, dort warteten schon die
Kollegen auf uns.
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Was danach folgte,
kann sich jeder denken…….
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Ich möchte mich
hiermit von ganzem Herzen beim
Stefan und seiner Frau Silvie
bedanken, einmal für die
Jagdeinladung und zum Anderen für so
viel Verständnis und Einfühlsamkeit
einer Jungjägerin gegenüber!
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DANKE!
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Weidmannsheil und
Weidmannsdank nach Sippersfeld
Bericht und Fotos:
Rosmarie Kofler |