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Hahnenbalz,
wer von euch ist von diesem
Schauspiel nicht fasziniert? Mir
geht es halt so und wir freuten uns
auf die Hahnenjagd im schönen
Osttirol. Zu dritt, wie immer,
starten wir am Abend, um in der Früh
an Ort und Stelle zu sein. Bei uns
gibt es bei keiner Jagd
den Jagdneid und keine Geheimnis-
Krämerei, wer das Wild als Erster
sieht und wer das Glück hat im
richtigen Moment an der richtigen
Stelle zu sein, schießt und so auch
dieses Mal. Jeder sucht sich einen
Platz aus, Einer ist so gut wie der
Andere. Vor 4 Uhr starten wir frohen
Mutes und noch ein bisschen müde,
jeder an seine Platz. Schon bei der
Hütte spürt man den Wind und an der
Waldgrenze, pfiff er ordentlich um
die Ohren. Was solls, versuchen wir
halt unser Glück. Der nahe Bach,
normaler Weise sehr ruhig und klein.
führt jetzt in der Schneeschmelze
viel Wasser und auch nicht gerade
gut, wenn man auf den Hahnengesang
lauscht. Schon vor 5 trägt mir der
Wind immer wieder leisen
Hahnengesang zu, aber keine Chance
die Richtung zu bestimmen. Ich gebe
mir die grösste Mühe in der
Morgendämmerung mit dem Fernglas die
Gegen ab zu suchen und während
meiner Bemühung, bricht links von
mir ein Schuss. Waidmannsheil! Heinz
ist der Glückliche! Hoffentlich
getroffen und kein Schneider, waren
meine ersten Gedanken. Ich packe
meine Habseligkeiten zusammen und
mache mich auf den Weg. Auch Franz
hat den Schuss gehört und wir gehen
gemeinsam um die Beute zu bewundern.
Wir sehen Heinz suchend im Gelände
herum wandern und während wir uns
nähern bückt er sich und hält den
Hahn in der Hand. Von Weiten sieht
man schon daß es ein guter Hahn ist.
Er freut sich sichtlich über sein
Jagdglück und wir freuen uns mit
ihm. In der Hütte gibt es erstmals
eine kräftige Jause und natürlich
einen Schnaps. Der erste Tag war
gerettet, aber weil wir einige Tage
eingeplant hatten, machten wir es
uns gemütlich.. Erstmals den Schlaf
nachholen, dann ein gemütliches
Korschtale und verschieden Arbeiten
fallen ja auch immer an. Gemütlich
sitzen wir dann vor der Hütte, hören
die Kuckucke um die Wette rufen und
sehen den Rehen in der Wiese beim
äsen zu. Weil die Hahnenbalz so
faszinierend ist beschliessen wir am
nächsten Tag wieder in aller Früh
bergwärts zu steigen. Die Mühe hat
sich gelohnt und wir können heute in
aller Ruhe dem Balzgeschehen
zuschauen. Noch dunkel, hört man ein
Flattern und bald schon das Gegacker
einer Henne. Ein guter Hahn balzt zu
unserer Linken und 6 Hähne zu
unserer Rechten, ein Schauspiel
sondergleichen. Auf dem Heimweg
gehen wir einen Umweg, weil wir vor
einiger Zeit auf einem Wildwechsel
die Wildbeobachtungskamera
angebracht haben um die Wildbewegung
zu kontrollieren. In der Hütte
machen wir uns nun gespannt dran zu
schauen was sich im Revier so tut.
Ups..... an dieser Stelle möchte ich
dem ehrlichen Finder danken, daß er
nicht die Kamera gestohlen hat,
sondern nur die Speicherkarte
entfernt hat. Na ja es gibt auch
freundliche Diebe!!!!! Aber
ansonsten waren es wieder schöne
Tage in Matrei und wir freuen uns
immer wieder wenn es die Zeit
erlaubt ins Revier zu fahren
Waidmannsheil |